Missbrauch (Bild: shutterstock.com/aslysun)

Kausa Kentler: Staatlich geförderte links-radikale Ideologie, die Kinder zu Sex-Opfern machte

Was passiert, wenn linksradikale Ideologen ihre widerlichen Ideen ausleben dürfen, das führt die sogenannte Kausa Kentler warnend vor Augen. Der von linkspolitischer Seite gefeierten „Star der Sexualforschung“ Kentler und der Rolle der Berliner Jugendämter bei der Vermittlung von Pflegekindern und -jugendlichen an vorbestrafte Pädophile ist ein Jahrhundert-Verbrechen, aus dem heutige links-grüne Ideologen nichts gelernt haben. Die Aufarbeitung dieses Verbrechens scheint gewusst verschleppt zu werden.

Der Senat hatte eine Untersuchung in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Bereits in den Ergebnissen eines Zwischenbericht wurde nicht nur die eine unheilvolle Allianz bewiesen, sondern auch, dass der von linkspolitischer Seite gefeierte „Star der Sexualforschung“ Kentler selbst als Missbrauchstäter aktiv war.  Die jüngsten Ergebnisse beweisen eindeutig, dass es ein Netzwerk pädosexueller Männer gab, das mit den Jugendämtern paktierte, um Jungen als Pflegekinder zu erhalten. Auch verurteilte Sexualstraftäter durften Pflegeväter werden. Jahrzehntelang wurden Kinder und Jugendliche auf diese Art und Weise Opfer sexueller Gewalt.

Gerade in linkspolitischen Kreisen galt der 1928 in Köln geborene und 2008 verstorbene Helmut Kentler als viel gefragter Mann. Häufig trat er als Gerichtsgutachter für Jugend- und vor allem Jugendsexualität auf. Wurde ein „Experte“ im Thema Erziehung und Sexualität benötigt, dann wurde der bekennende homosexuelle Psychologe, Pädagoge und Sexualwissenschaftler Kentler, der zu einer Ikone der Schwulenbewegung avancierte, immer wieder gerne gehört und zitiert.

Im Rahmen seiner sogenannten „Kentler-Experimente“ brachte er Ende der 1960er Jahre mehrere verwahrloste 6- bis 14-jährige Jungen, die er als „sekundärschwachsinnig“ einschätzte, bei ihm bekannten Pädophilen unter., um sie „unter deren Obhut zu resozialisieren und zu reifen Erwachsenen heranwachsen zu lassen“. Dieses in Berlin durchgeführte pädosexuelle „Experiment“ wurde durch den Berliner Senat und die Berliner Jugendämter erst ermöglicht. Darüber hinaus: Von 1970 bis 1974 saß Kentler zudem im pädagogischen Beirat als Abteilungsdirektor der ersten vom Berliner Senat geförderten „Wohngemeinschaft für Trebegänger und entlaufene Fürsorgezöglinge“.

Dem Sozialpädagoge Kentler war zu jeder Zeit bewusst, dass es zu sexuellen Kontakten zwischen den pädosexuellen Pflegevätern und den vermittelten Kindern kommen würde. Dies gab er 1981 bei einer Fraktionsanhörung vor FDP-Bundestagsabgeordneten freimütig zu: Die pädosexuellen Männer seien die einzigen, die die „schwachsinnigen Jungen“ gern aufnähmen, weil sie „in sie verliebt, verknallt, vernarrt waren“. Sieben Jahre später tritt Kentler als Autor eines Gutachtens zur Eignung Homosexueller als Pflegeeltern -vom Berliner Senat in Auftrag gegeben – in Aktion. Und auch hier nochmals die Aussage: „Mir war klar, dass die drei Männer darum so viel für ‚ihren‘ Jungen taten, weil sie mit ihm ein sexuelles Verhältnis hatten“. Der Sexualwissenschaftler Helmut Kentler. war damals bereits seit 12 Jahren als ordentlicher Professor für Sozialpädagogik am Institut für Berufspädagogik für die Universität Hannover tätig.

Konsequenzen brauchte Kentler nicht zu befürchten. 1988 schrieb er im Auftragsgutachten „Lehrgebiet Sozialpädagogik im Institut für Berufspädagogik Universität Hannover, Universitätsprofessor Dr. Helmut Kentler“, dass er jetzt über den Fall berichten könne, weil die Straftaten aller Beteiligten inzwischen verjährt seien. Während seiner Lehrtätigkeit in Hannover hielt er seine Kontakte zu den ehemaligen Beteiligten aufrecht und empfahl noch Anfang der 1990er Jahre in einem Gutachten für das Berliner Familiengericht, dass einer der missbrauchten Jugendlichen weiter bei seinem pädophilen Pflegevater, den er als „pädagogisches Naturtalent“ bezeichnete, verbleiben solle. Kentler war ebenso als gerichtlicher Sachverständiger in Missbrauchsfällen tätig. Über die von ihm bis zu diesem Zeitpunkt bearbeiteten fast 30 Fälle erklärte er 1997: „Ich bin sehr stolz darauf, dass bisher alle Fälle, in denen ich tätig geworden bin, mit Einstellungen der Verfahren oder sogar Freisprüchen beendet wurden“. Die Ergebnisse seines „Kentler-Experiments“ bezeichnete er als „vollen Erfolg“

Mitte Dezember des vergangenen Jahres stellte die massiv unter Druck geratene Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie  einen Zwischenbericht zum sogenannten Aufarbeitungsprojekt “Helmut Kentlers Wirken in der Berliner Kinder- und Jugendhilfe” vor. Das Projekt, das seit 2016 vorgibt, neben Aufarbeitung auch Präventionsarbeit zu leisten, suggeriert, man habe aus der Vergangenheit gelernt.

Das dem nicht so ist, dass unter der Verantwortung von Berliner Jugendämtern wie zu Kentlers Zeiten sogenannte Problemjugendliche ohne jegliche Kontrolle an dubiose Betreuungsstellen vermittelt werden, das zeigt die Arbeit des ehemaligen FDP-Abgeordnete Marcel Luthe. In einer parlamentarischen Anfrage, wollte der heute parteilose Luthe vom Berliner Senat wissen, ob ähnliche “Kentler-Modelle” nach wie vor gebe. Nach massivem Widerstand und einer Klage vor dem Verfassungsgerichtshof kam heraus, dass das Land Berlin 2019 – unter Verantwortung der SPD-Lichtgestalt, der Bildungssenatorin Sandra Scheers –  insgesamt 26 Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahre gezielt im Ausland unterbrachte. So ein Schüler, der vom Jugendamt Berlin Mitte im Zuge einer „individual-psychologischen Maßnahme“ bei einem Handwerker in Ungarn untergebracht worden war. Der Mann konnte, so brachte es unter anderem das Fernsehmagazin „Monitor“ heraus, sprach kein Deutsch.

Luthe erfuhr nach massiver Gegenwehr von Senatorin Scheers, vertreten durch ihre Staatssekretärin, dass in den vergangenen Jahren zwischen 11 und 26 Kinder und Jugendliche in „stationären Hilfen“ im Ausland lebten, für Tagessätze zwischen hundert und dreihundert Euro. Dass Scheers und ihre Behörde an dem Wohl der in ihrer Obhut befindlichen Kinder wie zu Kentlers Zeiten nicht interessiert sind, zeigt die weiterführende Auskunft: “Wo die Kinder untergebracht waren: Unbekannt. Adressen wisse man nicht. Kontrollen gibt es nicht. Frau Scheers verlasse sich auf die Träger”.

Dass Berlins Jugendämter nach wie vor das Geschäft Kentler betreiben, diesen Skandal sprach Luthe zum Jahreswechsel im neuen, empfehlenswerten Talkformat FAIR TALK an. Luthe, dem man bis zum dem Ende seiner parlamentarischen Laufbahn konsequent die Auskunft verweigerte, wo diese Kinder untergebracht sind oder wer für das Kentler-Experiment verantwortlich war und immer noch in der Berliner Verwaltung tätig ist. All diese Antworten wurden Luthe – aktuell Vorsitzender der Good Governance Gewerkschaft, Vizepräsident der Deutsch-Afghanischen Gesellschaft und Mitglied des 18. Abgeordnetenhauses von Berlinverweigert – mit dem Hinweis auf “Schutz der Persönlichkeit der Betroffenen”. Luthe stellt fest: Es ist handelt sich bei Kentler um kein historischen Experiment. Es handelt sich um ein massives Versagen nicht nur im Parlamentarismus sondern einfach schlichtweg im Rechtsstaat.

Der gesamte FAIR-TALK-Beitrag “JAHRESRÜCKBLICK 2022 mit Christian Schubert, Marcel Luthe, Leo Lowis und Michael Andrick” hier. Marcel Luthe ab Min 37:

Die Elterninitiative “Demo für alle” veröffentlichte zum “Kentler Gate” nachfolgende, umfangreiche Dokumentation.

Das Erschreckende: Der Geist einer der „übelsten Apologeten des sexuellen Missbrauchs an Kindern“ ist bis heute noch wirkungsmächtig. Denn: Die heutige links-grüne Sexualpädagogik fußt auf Kentlers Wirken und ist ein Lehrstück dieser gefährlichen Ideologen.

(SB)

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