Deutscher Historikerverband solidarisiert sich für “freie Diskursräume” von antisemitischen Krawallstudenten

938f7146b8614655be048abc7b7957ed

Verständnis für die Intoleranz, statt Verständnis für Israel: Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), einer der ältesten geisteswissenschaftlichen Fachverbände Deutschlands, solidarisiert sich mit Kollegen, die sich für “freie Diskursräume” von antisemitischen, Hamas unterstützenden Krawallstudenten einsetzen. Entsetzte Mitglieder rufen zum Verlassen des VHD auf.

Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) ist einer der ältesten geisteswissenschaftlichen Fachverbände Deutschlands. Er wurde 1895 als „Verband Deutscher Historiker“ gegründet. Die aktuelle Erklärung des VHD ist mindestens so skandalös, wie die unglaubliche, jüngste Aussage der grünen Verbalkatastrophe Annalena Baerbock, die in ihrer unerträglichen grünen Art eine widerliche Täter-Opfer-Umkehr betreibt und in ihrem Rafah-Statement an Israel adressiert:  „Unsere Staatsräson bedeutet, … dass sich Israel in diesem Krieg nicht selbst verliert.“

Der altehrwürdige VHD tut es der untragbaren Baerbock gleich und positioniert sich einmal mehr einseitig. In einer Erklärung  des VHD solidarisiert sich der Historikerverband mit Kollegen, die sich für “freie Diskursräume” von antisemitischen, Hamas unterstützenden Krawallstudenten einsetzen. Kein Wort über die Angriffe auf jüdische und israelische Studenten auch an deutschen Unis und die antisemitischen Untertöne antisreaelischer Stellungnahmen und Protestcamps.

Dafür, entgegen der Regeln der deutschen Rechtschreibung, gendert sich der VHD um den Restanstand und schreibt auf seiner Homepage:

“Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) stellt sich entschieden gegen die persönliche Diffamierung und pauschale Verurteilung von Wissenschaftler:innen nach der Räumung des Protestcamps an der FU-Berlin. Wir verwahren uns dagegen, dass die politischen Auseinandersetzungen über den angemessenen Umgang mit Protest gegen den Krieg im Gazastreifen dazu genutzt werden, das Ansehen der Geschichtswissenschaften zu beschädigen.

Angesichts des Leids der Verschleppten und der Familien der Ermordeten in Israel sowie der Not der Zivilbevölkerung und der hohen Zahl ziviler Opfer im Gaza-Streifen sind starke Emotionen auf allen Seiten verständlich. Die gesellschaftlichen und politischen Kontroversen sind davon geprägt. In Trauer um die Toten und in Sorge um die Zukunft ist es uns wichtig, an die Verantwortung der Wissenschaftler:innen und Historiker:innen zu erinnern, für faktengestützte, sachliche Argumentation in den laufenden Debatten zu sorgen.

Wir schließen uns deshalb der Stellungnahme der Hochschulrektorenkonferenz vom 14. Mai 2024 vollumfänglich an, in der klar formuliert wurde:

„Hochschulen sind Orte des kritischen Diskurses, des Dialogs und der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Offenheit der Teilnahme, die Begründung eingebrachter Argumente und ein im Kern wertschätzendes Miteinander sind dabei elementar. Teil dieses Prozesses können auch Proteste, Demonstrationen und Provokationen sein, sofern sie das Ziel der sachlichen Information, der Analyse und der Verständigung über Argumente verfolgen oder erlaubte Formen von Meinungsäußerung darstellen. Hochschulen nehmen dadurch die wichtige Aufgabe der Versachlichung von Debatten und der Demokratiebildung für die Gesellschaft wahr.“

Peter Hoeres, Professor für Neueste Geschichte, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, zeigt sich erschüttert und erklärt:

Einige Kollegen und ich werden nach dieser vollkommen einseitigen Erklärung aus dem #Historikerverband@VHDtweets austreten. Wer sich anschließen will, möge sich bitte bei mir melden.”

Kurt Tucholsky behält Recht: „In Deutschland ist es wichtiger Verständnis zu haben, als Verstand”.

(SB)