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Wie die Demokratie doch noch zu retten wäre

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Ernstgemeinte Frage: Hat das hier wirklich noch was mit einer parlamentarischen Demokratie zu tun?

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Alle gegen eine statt alle für Deutschland?

Haben Sie nicht auch die Schnauze voll von diesem lächerlichen Kasperletheater, das in seiner unendlichen Spielzeit auf der politischen Bühne in Berlin jeden echten Demokraten in den Wahnsinn treiben muss?

Was dort Jahr für Jahr sinnbefreit mit über 700 Statisten, Pappkameraden und Handpuppen im Reichstag abläuft, spottet jeglicher demokratischer Beschreibung und ist eine Beleidigung für den Souverän, das Volk.

Nicht von ungefähr wenden sich deshalb auch immer mehr Bürger diesem scheußlichen Schauspiel, dieser peinlichen Simulation einer Demokratie ab und verweigern den „Volkstretern“ bei den Wahlen, die längst keine Wahlen mehr sind, ihre Stimme.

Denn egal für welche Partei man sich entscheidet, es kommt dank dieses anti-demokratischen Verhältniswahlrecht immer derselbe Brei heraus und es geht immer nur darum, dass sich die Brut, die aus dem Parteiensumpf, wie eine stinkende Blase aufgestiegen ist mit Dummschwätzerei, überflüssigen Laberunden und Scheindebatten auf Kosten der Bürger die Tasche voll stopfen.

Mal ehrlich: Wer braucht eigentlich diese Beutelschneider, diese über die Partei-Leitern hochgekletterten Selbstdarsteller, Narzissten und Egozentriker, die dann für viele Millionen schwer verdienter Steuergelder ihre billige Show im Bundestag abziehen und uns dabei – je nachdem entweder entsetzlich langweilen oder fürchterlich aufregen.

Wir wissen doch: Wer sich durch eine Partei bis ganz nach oben durchgeboxt hat, kann nur ein skrupelloser, rücksichtsloser Soziopath sein. Und auf solche Typen auf der oberen Ebene der Republik können wir verzichten, die sind nicht gesund für alle auf der unteren Ebene der Republik.

Man könnte außerdem viel Geld, Energie und Zeit sparen, wenn man dieser Parteien-Parlaments-Party einfach den Strom abschalten würde. Wäre auch gut für das Klima.

Und das ginge eigentlich ganz einfach: Man wählt die Bundesminister und den Bundeskanzler direkt.

Von mir aus können die Parteien ruhig ihre intern gewählten Kandidaten ins Rennen schicken, aber nur die Auserwählten stellen sich dann mit ihren Programmen der Konkurrenz und zur Wahl. Gerne auch unabhängige, parteilose Kandidaten, die sind mit Sicherheit auch besser qualifiziert als die politischen Karrieristen.

Also: Alle Kandidaten, die sich zum Beispiel für den Posten des Bundesgesundheitsministerium bewerben, stellen sich und ihr Programm bei Veranstaltungen und im Netz den Bürgern vor.

Wird einer von ihnen gewählt, muss er sich im Kabinett mit den anderen ebenfalls direkt gewählten Ministern und unter der Leitung des ebenfalls von den Bürgern direkt gewählten Bundeskanzlers arrangieren.

Das wird zwar anstrengend und ist nur mit Kompromissen möglich, aber so wird der Klüngel und irgendwelche blödsinnigen und hemmenden Fraktionsentscheidungen vermieden.

Jeder Minister ist damit unabhängig und muss sich nur den Wählern gegenüber verantworten. Gerne kann er sich eine Mannschaft aus echten Experten um sich scharren (aber bitte keine Berater!). Die Parteien aber haben da gar nichts mehr zu melden. Sie haben ihren Job getan und können sich wieder mit sich selbst beschäftigen, was sie eh am liebsten tun.

Die unterliegenden Kandidaten für die Ministerämter bilden dann die Opposition. Auch das wird ein bunter Haufen, der Leben in die Bude bringt, allemal besser, weil demokratischer als all diese vorhersehbaren Schnarchveranstaltungen, unter denen die Bürger bislang leiden müssen.

Der Bundestag könnte als Affenzirkus für politische Auseinandersetzungen natürlich weiterhin seinen Zweck erfüllen und die Leute amüsieren – so wie es damals im alten Rom die Gladiatorenkämpfe es getan haben. Ein bisschen Spaß muss schließlich sein.

Aber er würde mit gerade mal 100 Pfeifen erheblich verkleinert arbeiten müssen. Den Bürgern bleiben dabei allerdings diese unerträglichen Richtungskämpfe erspart, die die Gesellschaft immer weiter in links und rechts spalten, weil diese Art der Demokratie personenbezogen und nicht lagerbezogen ist.

Jetzt müsste der Bundestag so eine neue, ja fast revolutionäre Regelung nur noch beschließen und sich selbst abschaffen. Selten so gelacht.

Besser wäre vielleicht, man ließe das die Bürger ohne diese überflüssigen Politiker selbst entscheiden.