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Schlüpfer gegen Rechts? Nein! Zähneputzen gegen Rechts!

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Gegen rechts sein scheint das neue Mode-Accessoire dieses Sommers. In der aktuellen Ausgabe Frauenzeitschrift Brigitte werden neben Schminktipps “Gute Ideen gegen rechts” an die modebewusste Frau gebracht. Was kommt als nächstes? Schicke Outfits gegen rechts? Wer glaubt, dass die indoktrinierte Blödheit nicht mehr steigerungsfähig ist, wird von Luisa Neubauer eines Besseren belehrt.

Denn jetzt geht’s richtig los – Zähneputzen gegen RECHTS
#fridaysforfuture

Die Frauenzeitschrift Brigitte aus dem Hause Gruner + Jahr erscheint im zweiwöchigen Rhythmus und richtet sich mit ihren Themen Mode, Haus-und-Hof-Psychologie, Partnerschaft oder schöner Wohnen an die holde Weiblichkeit- oder was sich gerade dafür hält. Das angesprochene Alterscluster changiert laut dem Herausgeber zwischen 17 und 50, teils bis 60 Jahre.

Wie es scheint, ist eines der Mode-Accessoires dieses Sommers, gegen “rechts” zu sein. In der aktuellen Ausgabe springt die Brigitte-Redaktion auf den “Anti-Rechts-Zug” auf und bietet ihren Leserinnen “Gute Ideen gegen rechts” an.

Aktuell fragen sich in den sozialen Medien Kommentatoren, welcher verblödete Irrsinn als nächstes um die Beauty-Ecke kommt. So auch der Staatsrechtler und Autor Ulrich Vosgerau, der auf X neben weitere Ideen ein paar aufklärende Worte präsentiert und schreibt:

“Oder auch: Schminktipps gegen rechts? Was kochen wir heute gegen rechts? Aber ernsthaft: wenn es Medien gelingt, sie Sprachregelung durchzusetzen, daß “rechts” die Antithese zu “Demokratie” sei, ist die Demokratie am Ende.

Denn diese beruht darauf, daß die Bürger sich frei und ohne moralische Anleitung sei es des Staates, sei es einer Handvoll Journalisten entscheiden können, welchen Abschnitt des parlamentarischen Abschnitts sie für die nähere Zukunft stärken wollen. Wobei kluge Bürger schon immer nach der Devise Thomas Manns gewählt haben: wenn das Boot rechts Übergewicht hat, setze ich mich links ins Boot, und wenn es zu sehr nach rechts tendiert, dann setze ich mich links ins Boot. Was aus einem Boot wird, in dem die Devise gilt, es kann gar nicht genug Gewicht auf die linke Seite verlegt werden, da die Rechte Hälfte es Bootes für das Böse steht und daher freibleiben muß, kann man sich ja vorstellen. Das passiert gerade.

Übrigens hat fast kein Zeitgenosse damals vermutet, die historischen Nationalsozialisten könnten “rechts” sein. “Rechts” waren ostelbische Großgrundbesitzer, “rechts” war Stauffenberg; die Nationalsozialisten waren eine revolutionäre Bewegung, also das krasse Gegenteil von “rechts”. Die einzige politische Macht, die die Nationalsozialisten für “rechts” hielt, waren die Kommunisten – wohl auch aus einer gewissen Revolutionseifersucht. Heute gilt: obwohl die Kommunisten nichts geschafft, nichts vermocht, nichts kapiert und nichts hinbekommen haben, haben sie es dennoch geschafft, daß wir uns heute alle in der Sprache der Kommunisten über Politik unterhalten…”

Ob das defizitäre Blatt mit diesem windigen Mist seinen fulminanten Auflagenrückgang irgendwie abbremsen kann ist fraglich. Die verkaufte Auflage der Frauenzeitschrift aus dem Hause Gruner + Jahr betrug im ersten Quartal 2024 rund 220.858 Exemplare. Zum Vergleich: Im vierten Quartal 2015 sind noch mehr als 519.200 Exemplare verkauft worden. Zwar konnte in den vergangenen Jahren die E-Paper-Auflage der Brigitte gesteigert werden, allerdings nicht ausreichend, um den Auflagenverlust auszugleichen. Jetzt greift man halt auf den ausgelutschten Kampf gegen rechts zurück. Wie erbärmlich.

Wer glaubt, dass die indoktrinierte Blödheit nicht mehr steigerungsfähig ist, wird von unserer Ersatz-Greta Luisa Neubauer eines Besseren belehrt. Denn jetzt geht’s richtig los – Zähneputzen gegen RECHTS!

(SB)