Wiedervereint nicht nur auf Twitter: Trump und Musk (Foto:Imago)

Falls Trump trotz linkem Schauprozess Präsident wird: Politische Aufgabe für Elon Musk in Washington?

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Ob die gestrige Verurteilung Donald Trumps tatsächlich seinen Siegeszug bei den Präsidentschaftswahlen stoppen wird, darf als fraglich betrachtet werden. Seine Anhänger haben den Prozess ohnehin längst als den Bestandteil einer beispiellosen infamen Kampagne seiner politischen Gegner erkannt, der er faktisch ist – und beim Rest der US-Bevölkerung könnte diese Erkenntnis ihm noch mehr Sympathien bringen. Die absurde Konstruktion, mit der gestern ein Schuldspruch hingebogen wurde, hatte gestern zu einer Verurteilung nicht einmal direkt wegen der  Trump angelasteten Schweigegelder, sondern wegen deren unkorrekter Verbuchung und Benennung eingebracht. Deutschen Linksmedien und Trump-Hassern jedoch war dies egal. In der “Spiegel”-Redaktion scheint sogar kollektives Masturbieren eingesetzt zu haben:

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(Screenshot:SpiegelOnline)

Ungeachtet dieser niederträchtigen und antidemokratischen Versuche, einen unliebsamen Ex-Präsidenten von der Wiederwahl abzuhalten, damit eine greise Globalistenmarionette weiterhin die Interessenpolitik einer undurchsichtigen Kamarilla durchsetzen kann, wird der Wahlkampf weitergehen – mit der weiterhin realistischen Aussicht, dass Trump ins Weiße Haus zurückkehrt. Dabei hat er größere Reformen vor, die sich diesmal auch ganz ohne Rücksichtnahme auf die Chancen einer etwaigen Wiederwahl durchsetzen lassen, denn dies würde definitiv seine letzte Amtszeit sein. Deshalb scheut der republikanische Kandidat auch nicht vor unkonventionellen Ideen zurück. Eine davon betrifft sogar Elon Musk, dem möglicherweise eine politische Rolle zufallen könnte.

Seine seit Jahren immer deutlicher artikulierte Gegnerschaft zu allen Aspekten der woken Ideologie hat den Twitter- und Tesla-Chef nicht nur zur Hassfigur der Linken gemacht; sie könnte ihm nun sogar einen Job in einer möglichen zweiten Regierung von Donald Trump einbringen. Laut dem „Wall Street Journal“ sollen beide über eine Beraterrolle Musks im Falle von Trumps Wahlsiegs im November gesprochen haben. Ganz konkrete Bereiche seien zwar noch nicht erörtert worden, in den letzten Monaten habe beider Beziehung sich aber intensiviert. So gebe es mittlerweile mehrere Telefongespräche pro Monat, in denen es auch um die Themen Technologie, Einwanderung und das US-Weltraumprogramm gegangen sei. Im März soll es zudem ein persönliches Treffen im Domizil des Techunternehmers Nelson Peltz gegeben haben, bei dem auch andere Unternehmer zugegen gewesen seien.

Viele Übereinstimmungen

Dabei sei es auch um ein geplantes datengesteuertes Projekt zur Verhinderung von Wahlbetrug gegangen, in das Musk und Peltz investieren wollen. Außerdem sollen beide Trump darüber informiert haben, dass sie eine Kampagne gestartet haben, um „Eliten” in seinem Sinne zu beeinflussen – indem sie Treffen mit Personen aus der Wirtschaft veranstalten, um sie von einer Unterstützung der Wahlkampagne von Trumps Konkurrenten Joe Biden abzubringen. Musk hatte 2017 bereits Beratergremien in Trumps erster Amtszeit angehört. Aus Protest gegen dessen Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen, hatte er seine Mitgliedschaft beendet.

In letzter Zeit zieht Musk wahrlich gegen so ziemlich alles zu Felde, was den internationalistischen Eliten und Jüngern linker Wokeness auf beiden Seiten des Atlantiks heilig ist – einschließlich der selbstmörderischen deutschen Migrationspolitik. Musk hatte auch Trumps gesperrtes Twitter-Konto wiederhergestellt. Sollte Trump also die Wahl gewinnen und Musk an Bord holen, würden die beiden wohl größten Hassfiguren der internationalen Linken sich vereinen. Auf die hysterischen Reaktionen, die dies auslösen würde, darf man sich jetzt schon freuen. Übrigens: Zum Urteil gegen Trump hat sich Musk ebenfalls direkt zu Wort gemeldet – ganz in dessen Sinne: “Tatsächlich wurde dem Vertrauen der Öffentlichkeit in das amerikanische Rechtssystem heute großer Schaden zugefügt…. Wenn ein ehemaliger Präsident wegen einer so trivialen Angelegenheit strafrechtlich verurteilt werden kann – und zwar aus politischen, nicht aus juristischen Gründen –, dann besteht für jeden die Gefahr eines ähnlichen Schicksals”, schrieb Musk auf Twitter. (TPL)