Betrug (Symbolbild: shutterstock.com/PeopleImages.com - Yuri A)

Florierender Handel: Gefälschte Sprachtest für Einbürgerungswillige

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Die deutsche Staatsbürgerschaft wird wie Konfetti verteilt. Die daran geknüpften, eh schon lächerlichen Minimalanforderungen umgehen manche unserer Neubürger dadurch, dass sie sich gefälschte Sprachzertifikate und Bescheinigungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge einkaufen.

Auf der Zielgeraden, ein Deutscher zu werden, müssen Ausländer nach wie vor einen Einbürgerungstest bestehen. Zu den eh schon wahnwitzig niedrigen Anforderungen gehört unter anderem auch ein Sprachtest.

Zwei “Hürden”, die den Namen eigentlich nicht verdienen, aber irgendwie bestanden werden müssen und – wie der Mannheimer Morgen befindet, für die einen höher als die anderen niedriger sind, weil angeblich für den ach so schwierigeren Sprachtest “mächtig gebüffelt” werden muss. Voller Verständnis berichtet der Mannheimer Morgen dann darüber, dass diese “Hürden” den einen oder anderen Möchte-gern-Neubürger dazu verleitet, eine “Abkürzung” zu nehmen.

Diese “Abkürzung” stellt sich dann als knallharter Betrug am deutschen Staat und seinen Bürgern dar. Denn: Zwei “Brüder” sollen nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft für Hunderte von Migranten Dokumente wie Sprachzertifikate und Bescheinigungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge gefälscht und verkauft haben. Im Fortlauf des lauschigen Mannheimer Morgen-Berichts erfährt der Leser zwar nicht, um wen es sich bei den beiden 37 und 31 Jahre alten “Brüdern” handelt, aber ein Ausmaß von deren kriminellen Energien kann man sich dennoch machen:

Es handelt sich mutmaßlich um 561 Fällen in denen Dokumente entweder in einem Lokal in Backnang oder über eine Sprachschule in Ellwangen übergeben oder per Post versandt wurden. Die Fälschungen seien bei 221 dieser Taten von den “Kunden” auch bei Ämtern eingereicht worden, um sich einen Aufenthaltstitel zu ergaunern oder eingebürgert zu werden. Den beiden “Brüdern” wird daher neben Urkundenfälschung auch vorgeworfen, Ausländer gewerbs- und bandenmäßig eingeschleust zu haben. Nach Schätzungen der Staatsanwaltschaft haben die “Brüder” dadurch rund 880 000 Euro eingenommen. Mutmaßliche Komplizen würden getrennt von diesem Verfahren verfolgt, heißt es in einem Nebensatz, der deutlich macht, dass es sich hier um ein ausgefeiltes Betrugssystem – nicht nur im kaputt-regierten, mit Massenmigranten überschwemmten, grün-schwarzen Baden-Württemberg handelt.

Denn auch im Ländle werden wie am Fließband deutsche Pässe an die muslimische und afrikanische Welt verteilt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes allein im vergangenen Jahr 22 745 Einbürgerungen. Das waren zum Jahresende 8,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor und so viele wie seit dem Jahr 2002 nicht mehr. Mit Abstand am häufigsten erhielten Menschen aus Syrien den deutschen Pass, auch Einbürgerungen von irakischen und afghanischen Staatsangehörigen waren häufiger als in den Vorjahren.

(SB)