Es heißt wohl Abschied nehmen: „s`Reiwerle“ in Annweiler am Trifels (Foto:privat)

Ende einer Legende: Das “Reiwerle” in Annweiler, Kultstätte des Corona-Widerstands, schließt die Pforten

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Das Restaurant „s`Reiwerle“ in Annweiler hat sich während des Corona-Regimes zu einem Treffpunkt und vielfach auch Zufluchtsort für Freiheitsfreunde und Maßnahmenkritiker entwickelt, der in der Widerstandsszene gegen Willkürmaßnahmen, Impfterror und “Pandemie”-Wahn bald bundesweit geradezu Kultstatus erlangte. Dies war vor allem auch dem Mut und der Standhaftigkeit des Inhabers Tobias Fink zu verdanken, der das Lokal seit 2019 betreibt. Mit viel Durchhaltewillen, Witz und Raffinesse gelang es ihm, sich und seine Gäste zumindest den schlimmsten Auswüchsen des Corona-Wahns zu entziehen und der Bewegung trotz Lockdowns und Zutrittsbeschränkungen ein Refugium zu bieten.

Gegenüber den Behörden blieb Fink jedoch standhaft. Als etwa die „2G“-Regelung eingeführt wurde, schloss er seinen Betrieb lieber komplett, als seinen Gästen diese Schikanen zuzumuten. Fink bot auch „Querdenker“-Gründer Michael Ballweg, Andreas Sönnichsen und vielen anderen Kämpfern gegen die Freiheitsberaubungen durch den Staat eine Oase der Ruhe und des gegenseitigen Austauschs. Zahlreiche Impressionen und Erinnerungen an jene Zeit sind bildlich festgehalten.

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Namhafte Gäste des “Reiwerle” und Mitstreiter (von o.l. nach u.r. im Uhrzeigersinn): RA Reiner Füllmich mit Tobias Fink, Michael Ballweg (r.) und Wolfgang Greulich mit Fink, Prof. Ernst Wolff, Ex-LKA-Chef Dr. Uwe Kranz, Fink mit Autorin Carola Javid-Kistel, Ärztin Perin Dinekli, Kayvan Soufi-Siavash alias Ken Jebsen (KenFM) mit Meli Fink (alle Fotos:privat)
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“Compact”-Herausgeber Jürgen Elsässer, Juraprofessor Dr. Martin Schwab mit Fink, Mediziner und Bestsellerautor Dr. Heiko Schöning mit Mali Fink (v.l.n.r.)

Wie Fink gegenüber Jouwatch erklärte, seien seit 2020 “wohl 99 Prozent aller Aufklärer“ einmal oder regelmäßig im „Reiwerle“ zu Gast gewesen. Im Lokal selbst hat der Mural-Künstler Horst-Dieter Maron zahlreiche Wandgemälde mit thematischem Bezug zur Corona-Zeit und der Personen der Bewegung geschaffen.

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Wandmalereien von Künstler Maron (Fotos:privat)

Finks Engagement blieb nicht auf die “gastronomische” Revolte beschränkt: Am 29. November 2021 hatte er dieDemokratische Freikirche“ gegründet. Deren Grundsätze lauteten: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als müsse man zwangsweise mit Giftstoffen den Körper zur Gegenwehr gegen Krankheit verändern. Wir verwerfen die falsche Lehre, es sei Nächstenliebe, Menschen ohne Giftinjektion auszugrenzen und zum Gespött der Leute, zur Gefahr für den Staat oder zum Antichristen zu erklären.“ Das Masketragen wurde den Mitgliedern der “Glaubensgemeinschaft” quasi rituell verboten (obwohl dies ohnehin niemand praktizierte). Die eher augenzwinkernd zu verstehende “Kirchengründung” war dabei als eine von vielen subversiven Aktionen gegen einen zunehmend übergriffigen Staat zu verstehen.

Für diese angebrachten, völlig legitimen und couragierten Taten und seinen Widerstand gegen die von Politik und Medien orchestrierte Hysterie wurde Fink jedoch einer regelrechten Verleumdungskampagne der regierungstreuen Lokalpresse, vor allem der Lokalzeitung „Rheinpfalz“, ausgesetzt. Dort beteiligte man sich – wie üblich ohne jede eigene Recherche und ohne sich mit den Standpunkten der Coronakritiker auseinanderzusetzen – an der staatlich erwünschten Dauerdiffamierung von Andersdenkenden. Bis in die Gegenwart hält diese mediale Herabwürdigung an; so hieß es etwa in einem Beitrag von Anfang April dieses Jahres: „Regelmäßig geht in dem 300 Jahre alten Fachwerkhaus inmitten des beschaulichen Pfälzerwald-Städtchens das Who is Who des deutschen Schwurbler-Milieus ein und aus – darunter Impfgegner, Putinfans und Verschwörungserzähler aller Couleur“. Auch wegen solcher öffentlicher Verunglimpfungen bekam Fink den ganzen entfesselten Hass der Corona-Fanatiker zu spüren: Sein Lokal wurde als “Querdenker-Nest” und “Bollwerk von Verrückten und Verschwörungstheoretikern” diffamiert.

Investor gesucht und Spendenkampagne gestartet

Leider hatte die Kampagne Erfolg: Am Ende blieben die Gäste aus –weil sie diese Lügen entweder glaubten oder, wie sogar manche Stammgäste, nicht riskieren wollte, an einem so verrufenen Ort gesehen zu werden. Dies und die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage haben nun dazu geführt, dass das „Reiwerle“ am 30. Juni seine Pforten schließen muss – wegen finanzieller Schwierigkeiten. Eine Ungerechtigkeit und Tragödie sondergleichen für Fink und sein Team. Doch der Macher setzt alles daran, gemeinsam mit den Weggefährten der Bewegung die Legende zu retten: Er und seine dankbaren Getreuen wollen das „Reiwerle“  nicht einfach sang- und klanglos untergehen lassen  und wollen nun alles daransetzen, das Kultlokal eine Art Gedenkstätte des Corona-Widerstands zu bewahren. Dazu wird ein Investor gesucht, der das Gebäude erwirbt und entsprechend “museal” herrichtet. Fink und seine Mitstreiter erhoffen sich dabei die Hilfe der kritischen Gegenöffentlichkeit.

Außerdem wurde ein Spendenaufruf gestartet, um den durch den Dauerbeschuss von Medien und System in finanzielle Schieflage geratenen Tobias Fink vor der Privatinsolvenz zu retten. Wer ihm helfen möchte, kann dies hier tun.  

Diesen Samstag, 15. Juni 2024, findet nun ab 17 Uhr im „Reiwerle“  eine große Abschiedsparty statt, bei der sich zahlreiche auch prominente Namen des Corona-Widerstands angekündigt haben und zu musikalischer Unterhaltung für das Rettungsprojekt die “Werbetrommel” rühren werden. Tobias Fink wird ein letztes Mal für seine Gäste kochen. Es soll ein unvergessliches Fest werden.

>>>Übrigens: Tobias Fink hat unter dem unter dem selbstironischen Titel “Der Widerstand kocht – Schwurbler am Herd” (Sover siehe unten) ein Kochbuch herausgegeben. Es kann hier zum Sonderpreis von nur 25 Euro bestellt werden.

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