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Unsere geistige Käfighaltung – der neue Trend

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Wer sich heute traut, offen seine Meinung zu sagen, riskiert Kopf und Kragen. Viele Menschen ducken sich lieber und schlagen den Mantelkragen hoch in der Hoffnung, von den Mächtigen nicht bemerkt zu werden. Wenn alle das Gleiche denken, denkt doch keiner richtig, wissen wir bereits von Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799). Doch machen wir uns nichts vor: Wir sind bereits wie Schildkröten in einem engen Terrarium gefangen. Fünf Schritte vor und fünf Schritte zurück sind eben noch erlaubt.

Gastbeitrag von Meinrad Müller

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Menschen mit einer anderen Meinung schnell als Außenseiter abgestempelt und zum Schweigen gebracht werden? Und auch Bücher, die nicht ins Weltbild passen, verschwinden aus Bibliotheken. Zensoren sitzen an den Weichen und lenken Kinder und Erwachsene in die „richtige“ Richtung. Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden verwischt, während gleichzeitig neue Geschlechter erfunden werden, die sich jedoch alle gleich verhalten sollen. Welch eine Logik!

Gleichheit führt dazu, dass alle zwangsweise den gleichen Mao-Anzug tragen müsseb. Wenn Sie als Fleißiger dazu noch auf die gleiche Stufe gestellt werden wie der Taugenichts? Dadurch wird Ihnen ihre Kreativität genommen und ihr Stolz auf eigene Leistungen untergraben. Blinde Anpassung führt dazu, dass alle aus Ängstlichkeit gleich denken und handeln. Gleichheit bedeutet auch, dass alle austauschbar werden wie ein Autoersatzteil.

Die Politik der blinden Anpassung führt zwangsläufig zum kleinsten gemeinsamen Nenner. Anstatt die Gesellschaft zu bereichern, verarmt sie das Leben. Diejenigen, die der Idee der Gleichheit anhängen, tun alles, um Individualität zu zerstören. Aber der 13-jährige Paul darf sich einbilden, eine Pauline werden zu können. Schnipp, schnapp, Penis ab. Beim Geschlecht darf also die Gleichheit aufgehoben werden. Verrückt!

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