Formaldeutsche Türken-"Fans" gestern in Berlin (Foto:privat)

Die EM der türkischen Nazis: Wir grüßen mit dem Wolf unsere deutschen Untertanen!

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Selten dürften sich Deutsche, denen noch irgendetwas an diesem Land liegt und deren Bekenntnis zu ihm nicht mit einer Ausweisscheckkarte endet, so über einen Fußballsieg gefreut haben wie gestern über den der Niederlande über die Türkei. Was sich die türkischen Fans – bei denen es sich ja offiziell unfassbarerweise größtenteils  um “Deutsche” handelt – in den letzten Tagen hierzulande herausgenommen haben, wäre in keinem anderen Land der Erde denkbar und hat alle Illusionen vom friedlichen, bereichernden Zusammenleben und der multikulturellen Verschmelzung, die kürzlich unser dönerschnippelnder Bundespräsident in der Türkei beschworen hat, gründlich entzaubert. Hier zeigt sich das ganze Desaster eines biblischen Integrationsversagens und Scheiterns von Migration als gesellschaftspolitischem Gestaltungselement insgesamt.

Es ist ein großes Ärgernis. Zahllose Deutschtürken, darunter auch etliche, die hier geboren sind und daher eigentlich mehr Deutsche als Türken sein müssten, haben keinen Zweifel daran gelassen, dass sie mit diesem Land überhaupt keine emotionale und loyale Verbindung mehr haben und weit weniger hier zuhause sind als ihre Großväter, die damals als Gastarbeiter herkamen und zu einer Zeit, als das Wort Integrationsbeauftragte nicht einmal erfunden war, in der harten Schule der Realität, die deutsche Sprache lernen und ihre Akzeptanz erkämpfen mussten (was sie allerdings dann auch zu gleichrangigen und geschätzten Mitgliedern dieser Gemeinschaft machte). Ihre – hier mit allen Privilegien von Dauerverhätschelung und Migrationsbonus bis hin zur Doppelstaatsbürgerschaft – belohnten Nachkommen sind das genaue Gegenteil: Sie waren bereit,  übelstem Nationalismus und chauvinistischem Erdoğan-Hurra-Patriotismus auf dem Leim zu gehen und sind es immer mehr. “Auf dem Papier Deutscher, im Herzen Türke” – so bekennen sie ganz offen selbst verlaufenden Kameras ihre Einstellung.

Brückenkopf einer Landnahme

Das, was wir hier sahen, die “Türkye-” Schlachtrufe und die im Gegensatz zum den Deutschen gründlich verleideten Stolz auf die Nationalfahnen martialische Zurschaustellung nationaltürkischer Symbole – als das hat nichts zu tun mit irgendeiner nostalgischen Verbindung zur alten Heimat, mit verwandtschaftlichen, Verflechtungen, mit nostalgischen Reminiszenzen an das Land der Väter. Alle Migranten weltweit, auch Griechen und Italiener in Deutschland wie auch Iren und Deutschamerikaner in den USA oder die Nachkommen von Immigranten in Argentinien und Australien, haben eine besondere Verbindung zu Ihren familiären Wurzeln; vielleicht fiebern sie sogar mit deren Nationalmannschaften mit. Aber trotzdem fühlen Sie sich zuerst als Teil des Landes, in dem sie geboren und aufgewachsen sind und das ihnen alles ermöglicht hat. Nicht so bei einer immer größer werden Zahl der hiesigen Türken (gewiss nicht alle, aber eben zu viele): Sie fühlen sich zunehmend als Vorhut, als Brückenkopf einer Landnahme, die demographisch und mathematisch längst eine Tatsache ist und in wenigen Jahrzehnten abgeschlossen sein wird, wenn die selbstzerstörerische deutsche Politik nicht vorher gestoppt wird

Ihr Präsident Erdoğan kommt nicht nach Deutschland, um die Fußballmannschaft bei der EM anzufeuern, sondern im Zug einer politischen Machtdemonstration. Die Autokorso, die rot-weißen Fahnen, die Halbmonde, die saat-Turk-Parolen eines pantürkischen (oder auch neo-osmanischen) Großreichs aller Turkvölker: All das hat NICHTS mit Fußballfieber zu tun. Es handelt sich hier um eine ultranationalistische und hochpolitische, übrigens teilweise staatlich aus Ankara gelenkte Massenbewegung. Der vieltausendfach auch gestern wieder im Stadion in Berlin gezeigte Bozkurt-Wolfsgruß rundet dabei nur ein Bild ab, das sich unter den Deutschtürken zuvor schon wie oft gezeigt hat, etwa bei Erdoğan-Masseninszenierungen  in der Köln-Arena oder bei den Wahlsiegen der AKP.  Auf die rechtsextremistische und verfassungsfeindliche Geste selbst muss an dieser Stelle nicht nochmals eingegangen werden, auch nicht auf die abgrundtiefe Heuchelei und Blindheit der deutschen Multikulti-Willkommens-Apostel, die diese (wie schon Rüdigers Tauhid-Zeigefinger) als unüberlegte Reaktion im Überschwang abtun, während sie ansonsten bei jedem angedeuteten Hitlergruß oder (zu angeblichen SA-Parolen umgedeuteten) Allerweltsaussagen aus dem Munde Björn Höckes Zeter und Mordio schreien.

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