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65 Prozent der Ukrainer wollen nicht zurück in die Heimat

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Weg aus diesem Staat: Eine Familie aus der Ostukraine bereitet sich auf ihre Flucht nach Russland vor (Symbolbild:Imago)

Über allen Flüchtlingen aus der Ukraine steht die Frage: Warum haben sie die Ukraine verlassen – zu einer Zeit, als 80 Prozent der Ukraine nicht von Krieg betroffen waren? Wovor sind sie geflüchtet, und warum wollen so viele von ihnen nicht zurück unter Kiews Fittiche? Seit gut 25 Jahren bin ich befreundet mit einigen Damen, die Mitte der 1990er Jahre aus der Ukraine, aus Lemberg, nach München gekommen sind. Hochgebildet und mit einem soliden moralischen Fundament. Die haben schon lange die deutsche Staatsbürgerschaft und in hochqualifizierten Berufen für Deutschland viel geleistet. So verfüge ich über einen Draht in die Westukraine und erfahre aus erster Hand, was sich da in Lemberg abspielt. Es ist inzwischen derart schlimm, dass sie auch ihre Eltern nach München holen mussten. Und nein: Die mussten nicht wegen Russland oder Putin ihre Heimat verlassen, sondern wegen der ukrainischen Nationalisten und der Korruption.

Diese alten Lemberger sind ethnische Russen und sprechen die ukrainische Sprache nur mangelhaft. Seit dem Verbot des Gebrauchs der russischen Sprache, ihrer Muttersprache, sind sie massiven Angriffen ausgesetzt. Das geht so weit, dass ihnen mehr oder weniger selbsternannte „Sprachpolizisten“ den Einkauf von Lebensmitteln verweigerten, wenn sie nicht ukrainisch sprachen. Um zu überleben, mussten sie Lemberg verlassen und wurden von ihren Kindern in München aufgenommen, die sich selbst um die Versorgung kümmern– auch um die finanzielle. So steht fest, dass diese Flüchtlinge nicht wegen Russland oder Putin fliehen mussten, sondern wegen des Sprachverbots und der ukrainischen Faschisten. Dieses Sprachverbot war auch der Anlass, warum sich die Menschen in der Ostukraine von Kiew losgesagt haben. Sprachverbote widersprechen allen Konventionen über Menschenrechte und es ist ein schlechter Witz, wenn im Westen behauptet wird, “Freiheit, Menschenrechte und Demokratie” würden in der Ukraine verteidigt.

Ukrainer sprechen russisch

Wenn ich hier und da höre, wie sich Ukrainer in München unterhalten, stelle ich fest, dass sie nicht ukrainisch sprechen, sondern russisch. Aber es wird noch besser. Im Kabinett Poroschenko wurde auch russisch gesprochen, weil zu viele Mitglieder der ukrainischen Sprache nicht mächtig sind. Insbesondere die Mitglieder, die aus dem Ausland kamen – zum Beispiel der Georgier Saakaschwili –, und das war nach dem Verbot, die russische Sprache zu benutzen. Dennoch terrorisieren ukrainische Faschisten vor allem wehrlose ältere Menschen, wenn sie nicht ukrainisch sprechen. Lehrer sind schon verhaftet worden, weil sie weiterhin russisch sprechen. Sie tun das, müssen das tun, weil sie Russisch als Muttersprache haben und nicht genug Ukrainisch können, um in dieser Sprache zu unterrichten. Die überwiegende Mehrheit der ukrainischen Staatsbürger spricht russisch und alle verstehen die russische Sprache.

Millionen Ukrainer haben das Land verlassen – vor allem nach Polen und Deutschland, und einige in andere westliche Länder. Noch viel mehr sind aber nach Russland geflüchtet – auch wenn dies erheblich schwieriger und gefährlicher ist. Sie wollen mit den Ukro-Faschisten nichts zu tun haben und weiterhin ihre Muttersprache benutzen dürfen. Wenn sie in Polen oder Deutschland angekommen sind, dürfen sie auch russisch sprechen, ohne kujoniert zu werden. Vor wem und warum sind diese Ukrainer also geflohen? Wenn sie sich Deutschland ausgesucht haben, liegt die Vermutung nahe, dass sie vor allem dem Elend und der Korruption entfliehen wollten. Die unverhältnismäßig grosszügige Versorgung in Deutschland ist ein harter Kontrast zu den Zuständen, die seit Jahrzehnten in Kiews Machtbereich herrschen. Wenn bei uns im Fernsehen kaputte Landhäuser gezeigt werden, hat das nichts mit Krieg zu tun. Diese Katen sind einfach verfallen, weil die ehemaligen Bewohner schon lange das Weite gesucht haben. Seit 1990 ist es in der Ukraine nur bergab gegangen.

Sie wollen nicht mehr gehen

Jetzt ist eine neue Umfrage unter Ukrainern in Deutschland öffentlich geworden, die belegt, was ich hier angeführt habe: Die Mehrheit der ukrainischen Flüchtlinge wolle in Deutschland bleiben, erklärt Mark Siebert, der Leiter des Berliner Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten. Der “Tagesspiegel“ zitiert ihn: “Vor einem halben Jahr wollten die meisten in die Ukraine zurück. Jetzt sagen 65 Prozent: ‚Wir bleiben hier. Wir finden uns zurecht.‘” Allein in Berlin leben derzeit etwa 50.000 bis 60.000 Ukrainer, so die Zeitung. Vor einem Jahr planten laut einer Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung noch 44 Prozent der Flüchtlinge, dauerhaft in Deutschland zu bleiben. Siebert betont: “Wir sehen, dass sich das Bild wandelt. Das zeigt sich auch an der steigenden Nachfrage nach Deutschkursen.” Zudem seien die Flüchtlinge zunehmend an einer Arbeitsaufnahme interessiert und suchten aktiv nach Jobs. Wie es in dem Bericht weiter heißt, genießen ukrainische Flüchtlinge in Deutschland einen besonderen Status. Sie haben Zugang zum Gesundheitssystem, dürfen arbeiten oder Arbeitslosengeld beziehen.

Das muss sich wie das Paradies anfühlen, nach den Erfahrungen in der Heimat: Die Menschen wollen nicht deshalb nicht mehr zurück in Kiews Machtbereich, weil sie Angst vor Russland haben, sondern weil sie in diesem menschenverachtenden System der Ukraine nicht mehr leben wollen. Allerdings sind sie hier in Deutschland auch nicht angstfrei. Die Pro-Kiew-Haltung der deutschen Medien und Politik veranlasst sie, ihre wahre Meinung zu verleugnen. So habe ich in der Sauna eine Gruppe junger (wehrfähiger) Ukrainer erlebt, die sich auch auf Russisch unterhalten haben. Auf meine Frage, was sie von Selensky halten, haben sie ihn gelobt. Als ich dann meine persönliche Meinung äußerte, ich hielte Selenskyj für Dreck und Abfall, Putin hingegen für den größten Staatsmann der letzten Jahrhunderte, stimmten sie sofort zu. Der Punkt ist also, dass Ukrainer in Deutschland versuchen, nicht anzuecken, indem sie ihren ehrlichen Standpunkt verbergen. Sie müssen genauso aufpassen wie Deutsche, sich nicht den Attacken des Mainstreams auszusetzen, wenn sie sich als „Putinversteher“ zu erkennen geben. So wie Künstler, Sportler oder andere Russen, die eine Anti-Putin-Haltung demonstrieren müssen, wenn sie nicht im Westen mit einem Berufsverbot belegt werden wollen. Ach nein, das kann ja gar nicht sein! Bei uns gibt es doch keine Gesinnungspolizei!

Ukrainer verlassen ihr Land seit 1990

Betrachten wir die ukrainische Realität; Seit es den Staat Ukraine gibt, haben mindestens zehn Millionen Ukrainer ihre Heimat verlassen; das heißt: ein Drittel der Einwohner. Etliche sind nach Israel ausgewandert. Um das Jahr 2000 habe ich in Chicago mehrmals Taxifahrer getroffen, die aus der Ukraine gekommen sind. Außenminister Fischer hatte die Einreise nach Deutschland für Ukrainer erleichtert. Das heißt: Schon lange vor dem Maidan-Putsch haben Ukrainer dieses korruptionsfreie Demokratie-Paradies massenweise verlassen. Jetzt, wo sie problemlos in die Vollversorgung der BRD einreisen dürfen, sind etwa 1,2 Millionen hierher gekommen. Weitere Millionen gingen nach Polen und, wie gesagt, noch mehr nach Russland. Das wiederum bedeutet: Millionen wehrfähiger Männer wollen ihr demokratisches Wunderland nicht verteidigen. Sie fliehen nicht vor Putin oder Russland, sondern vor Armut, Repression und Zwangsrekrutierung – sogar jetzt, unter Todesgefahr, wenn sie den Grenzfluss zu Rumänien durchschwimmen wollen. Wie kann man einem Land Waffen liefern, dessen Männer es nicht aus eigenem Antrieb verteidigen, ja nicht einmal mehr in es zurückkehren wollen?

Die Welt braucht mehr Staatsmänner wie Putin

Die Ukraine ist ein Drecksloch, jenseits von Demokratie und Menschenrechten. Seit mehr als einem halben Jahr haben sie dort keinen rechtmäßigen Präsident – aber der betreibt das Geschäft der NATO und es kümmert ihn auch nicht, wenn der letzte Rest an Industrie vor die Hunde geht wegen seiner Starrköpfigkeit (oder besser; seiner bedingungslosen Gefolgschaft zu seinen Herren in Washington und London). Ihm ist auch gleichgültig wenn jetzt eine ganze Generation mehr oder weniger junger Männer einen frühzeitigen Tod erleidet. Um das Ganze abzurunden: Dieser Krieg hat im Jahr 2014 begonnen, als Kiews Schergen die Ostprovinzen beschossen, 14.000 Zivilisten ermordet hatten, weil sie weiterhin ihre Muttersprache gebrauchen wollten. Dann kam Merkels hinterhältiger Betrug mit den Minsk-Abkommen, die sie nie mit Leben erfüllen wollte. Sie selbst hat es gesagt: Das einzige Ziel war nicht Frieden, sondern Zeit zu gewinnen für die Bewaffnung Kiews gegen Russland. Also für Krieg.

Die Ukrainer sind nicht vor Russland geflüchtet – sondern wegen Armut und Hoffnungslosigkeit. Sie sind geflohen wegen Poroschenko und Selenskyj und deren Politik. Es wird interessant werden, wie sich die Rückkehrwilligkeit entwickelt, wenn die Junta in Kiew aus dem Amt gejagt und der Gebrauch der Muttersprache wieder erlaubt ist; wenn die Orthodoxe Kirche entkriminalisiert ist, Gottesdienste wieder gefahrlos möglich sind. Und wenn die Herrschaft der Oligarchen ein Ende gefunden hat. Das war es übrigens, was Putin in Russland als erstes durchgezogen hat. Die Restukraine braucht einen Mann wie Putin, um wieder Hoffnung auf eine bessere oder überhaupt eine Zukunft zu haben. Und ja, leider: So eine Persönlichkeit bräuchten wir in Deutschland auch, damit der Irrsinn auch hier ein Ende finden kann.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Anderweltonline.

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