Umfrage-Hammer: AfD springt in Sachsen auf 36 Prozent – CDU verliert.
Derzeit Umfragesieger in Sachsen: Die AfD. Bei der Landtagswahl am 1. September konnte die CDU noch einen Sieg verzeichnen. Nach Magdeburg zieht die AfD mit 36 Prozent vorbei und wäre damit im Freistaat aktuell klar stärkste Kraft.
In Sachsen deutet sich derzeit ein bemerkenswerter politischer Umschwung an: Laut aktueller Umfragen liegt die AfD klar an der Spitze und kann sich damit als stärkste Kraft im Freistaat positionieren. Während die CDU bei der Landtagswahl am 1. September noch einen Sieg erringen konnte, hat sich das Blatt inzwischen gewendet. Besonders auffällig ist, dass die AfD in Sachsen mit nunmehr 36 Prozent an der CDU vorbeizieht und sich damit einen deutlichen Vorsprung erarbeitet. Diese Zahlen markieren eine politische Entwicklung, die sowohl für die Landespolitik als auch für die bundespolitische Wahrnehmung eine erhebliche Bedeutung hat.
Eine neue, vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in Auftrag gegebene Civey-Umfrage liefert dafür frische und beachtenswerte Daten. Sie ist zugleich die erste Erhebung nach dem Terroranschlag in Magdeburg und zeigt einen spürbaren Meinungsumschwung. Die AfD kann in der sogenannten Sonntagsfrage um ganze vier Prozentpunkte gegenüber dem Dezember zulegen – ein deutlicher Schub, der die Position der Partei weiter stärkt und die politische Landschaft im Osten Deutschlands erneut in Bewegung bringt.
Während die AfD in der Wählergunst steigt, stagnieren andere Parteien nahezu oder verlieren weiter an Boden. Die Grünen sowie das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommen jeweils auf magere 7 Prozent. Besonders für das BSW ist dies ein Rückschlag, denn im Vergleich zur letzten Erhebung verliert die Partei zwei Prozentpunkte und bleibt damit weit hinter den Erwartungen zurück. Die Grünen schaffen zwar einen minimalen Zuwachs von einem Prozentpunkt, doch auch dieser leichte Anstieg wirkt angesichts des allgemeinen politischen Klimas kaum nennenswert.
Die SPD muss ebenfalls einen weiteren Dämpfer hinnehmen. Sie verliert erneut ein Prozent und fällt damit auf nur noch 5 Prozent – ein historisch schwaches Ergebnis, das den Abwärtstrend der Sozialdemokraten im Osten eindrücklich verdeutlicht. Die Linke bleibt mit 4 Prozent weiterhin im unteren Bereich und hat erkennbar Schwierigkeiten, ihre frühere Rolle in Sachsen zurückzugewinnen. Auch die FDP bleibt weit abgeschlagen und kommt lediglich auf 2 Prozent. Die Freien Wähler, oft als kleiner politischer Ableger der CDU wahrgenommen, liegen ebenfalls bei nur 2 Prozent und hätten damit derzeit keine Chance, in den Landtag einzuziehen.
Interessant ist zudem, dass sich die Stärke der AfD nicht nur auf Sachsen beschränkt. Auch bundesweit verzeichnet die Partei steigende Werte. Der Deutschlandtrend des Instituts Insa, erhoben für die BILD, zeigt die AfD bundesweit bei beachtlichen 21,5 Prozent. Damit festigt sie ihre Rolle als eine der bedeutendsten politischen Kräfte im gegenwärtigen Parteienspektrum.
Für den amtierenden CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer sind diese Entwicklungen äußerst problematisch. Seine persönlichen Zustimmungswerte sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Nur noch 43 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger äußern Zufriedenheit mit seiner Arbeit, während 41 Prozent unzufrieden sind. Im September lag seine Zustimmung noch bei 49 Prozent – der Rückgang ist somit klar erkennbar und dürfte die Arbeit seiner ohnehin fragilen Minderheitsregierung aus CDU und SPD zusätzlich erschweren. Das Vertrauen in Kretschmer und seine Regierung scheint zu schwinden, was in den kommenden Monaten zu weiteren politischen Spannungen und möglicherweise zu erheblichen Konsequenzen führen könnte.
„Der Algorithmus ist schuld. 🙃“
oder
„Ich halte die Umfragezahlen für die AfD generell zu niedrig, für Sachsen und Thüringen würde ich aktuell von mind. 40% ausgehen.“
(SB)