Szene aus einem der Finanzamt-"Werbe"-Clips (Screenshot:Nius)
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Sie lachen uns rotzfrech aus: Grünes BaWü-Finanzministerium verhöhnt Steuerzahler mit YouTube-Videos

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Das Finanzministerium in Baden-Württemberg glaubte aus irgendeinem Grund, es müsse den Bürgern das Steuerzahlen schmackhaft machen und wollte dies mit mehreren Videos erreichen, die witzig sein sollten, aber, wie immer, wenn die Politik witzig sein will, nur zum Fremdschämen peinlich und geschmacklos waren. In einem davon tanzen Finanz-Beamte unter Rapmusik mit Sonnenbrillen und einem Aktenkoffer, aus dem Geld quillt durch das Finanzamt. Die Botschaft, die dabei vermittelt wird, ist, dass der Staat auch noch den allerletzten Cent aus den Bürgern herauspressen wird. In einem anderen Video rennt eine Finanz-Beamtin mit demselben Koffer voller Geld durchs Bild.

Dazu gab es die Überschrift: „Wie dich das Finanzamt jagt, weil du 2,87 Euro Steuern zu wenig gezahlt hast.“ Und das dritte dieser idiotischen Machwerke zeigt eine Finanz-Beamtin am Telefon, die 100- und 200-Euro-Scheine zählt. Anscheinend soll dies an eine Kartenlegerin erinnern. Die zugehörige Überschrift lautet diesmal: „Wenn du das Finanzamt anrufst und fragst, ob du weniger Steuer zahlen kannst.“ Die klare Antwort: „Nein!“

Bitte Ironie

Was immer man mit diesem Unsinn erreichen wollte, es ging jedenfalls gründlich nach hinten los. In den sozialen Medien gab es einen solchen Aufschrei, dass man zumindest das Tanzvideo umgehend löschte. Auf Anfrage von „Nius“, teilte das vom Grünen Danyal Bayaz (Mann der bayerischen Grünen-Chefin und Dauerzumutung Katharina Schulze) geführte Finanzministerium mit: „Wir können die Kritik nachvollziehen und haben das Video deshalb offline genommen. An der Stelle lagen wir daneben.“

Die bittere Ironie daran ist zum einen, dass die Botschaft der Videos, dass der Staat gnadenlos hinter dem Einkommen der Bürger her ist, voll und ganz zutrifft. Die Politik verhöhnt also die Menschen, von deren Geld sie sie gut und gerne lebt. Zum anderen zeigen die dämlichen Videos zugleich aber auch, in welch eklatanter Weise der Staat das Geld, das er den Menschen abnimmt, verschwendet. (TPL)

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