Früher war alles einfacher, manch einer würde sogar sagen: besser. Früher gab es das Westfernsehen und den Ostblock, die Guten und die Bösen also. Kapitalismus vs. Kommunismus. Gesiegt haben, wie soll es auch anders sein: die Guten.
Scheinbar, dachte man sich.
Doch hat das Böse sie alle getäuscht. Es hat sich in den Schatten verkrochen, nur um dort einen neuen, viel raffinierteren Plan auszuhecken und ist dann aus Ruinen wieder auferstanden, um uns noch einmal ins Dunkle zu ziehen, uns alle zu verführen, zu versklaven. Mit einem grünen Mäntelchen getarnt, einer scharfen Spaltaxt, einer Schaufel und einer brennenden Fackel in der Hand, Neid und Missgunst im Handgepäck, mit Verrat und einen großen leeren Rucksack geschultert – als dass dieser durch mühevolle Arbeit und Steuern vollgefüllt wird.
Mit der Schaufel hat die Finsternis tiefe politische Gräben gebuddelt, mit der Axt die Gesellschaft gespalten und mit der Fackel überall gezündet, um Aufruhr und Kriege anzufachen. Er verschoss vorsichtig und gut gestreut sein Pulver für die notwendigen Gehirnwäschen und schaltete dann den Schleudergang ein.
Das Böse ging dabei äußerst geschickt vor, schlich sich, hervorragend vernetzt in sämtliche Institutionen und Organisationen ein, vergiftete die Kirchen, die Wirtschaft, die Vereine, Kunst und Kultur – auch diejenigen, die man eigentlich dem konservativen Lager zuordnen konnte, kroch schmeichelnd und blendend, das Grüne vom Himmel versprechend, die Hölle im Sinn bis nach ganz oben und machte sich dort breit, um gleich wieder seine Spinnenarme in die mittleren Etagen des Staates zu strecken, damit ja auch alles reibungslos zu Ungunsten der Untertanen und Wahlschafe verliefe.
Und auch wenn man mal nicht scheinbar an der Regierung war: Das Böse schuf den tiefen, linken Staat, erweiterte und festigte seine Macht auch imSchatten – und das überall auf der Welt. Globalistisch. Mit ein paar neuen Viren und Schlechtwetterprognosen im Gepäck, um die Bürger in Angst und Schrecken, also an der kurzen Leine zu halten.
Und nun ist der Rucksack prall gefüllt, die Untertanen ausgesaugt, Massenarmut greift um sich und man geht sich gegenseitig an den Kragen.
Dabei hat der Hinterlistige neue Feindeslinien gezeichnet. Sie sind gut zu erkennen, wenn auch vielschichtiger als früher, im Prinzip folgen sie aber der gleichen Logik von Gut und Böse:
Demokratie vs. Sozialismus
Ungeimpft vs geimpft
Frieden vs. Krieg (Ukraine)
Remigration vs. Migration
Freiheit vs. Politischen Islam
Republikaner vs. Demokraten, Trump vs Biden (u.a.)
Naturschutz vs. Klimaschutz (Windräder, Solar, Wärmepumpen)
Eigentum vs. Enteignung
Arbeit vs. Bürgergeld
Infrastruktur vs. Entwicklungshilfe
Zusammengefasst: Der Gute gegen den geboosterten, kriegsgeilen, antidemokratischen bolschewoken, klimahysterischen, bis auf die Knoche islamisierten, sozialistischen Satanisten.
Und wenn er sein Ziel fast erreicht, alles versklavt, oder geteert und gefedert hat, stellt er sich sogar zur Wahl und wird sagen: „Siehst Du, ich bin unsere Demokratie“.























