AKW-Sensation. Jetzt liegt ein konkretes AKW-Angebot auf dem Tisch: Der Kernkraft-Dienstleister NUKEM bietet an, die letzten sechs deutschen Kernkraftwerke bis 2030 wieder in Betrieb zu nehmen.
NUKEM will die Kernkraftwerke nicht weiter zurückbauen, sondern sieht eine „realistische Comeback-Möglichkeit“. Wie die Bildzeitung berichtet, ist sich der deutsche AKW-Dienstleister sicher: Die sechs AKW, die als letzte 2021 und 2023 vom Netz gingen, können bis spätestens 2030 wieder hochgefahren werden. „Wenn es eine politische Entscheidung dafür gibt, kann Deutschland schon ab 2030 von günstigem und sicherem Strom profitieren“, so Nukem-Chef Thomas Seipolt. Die Bedingung dafür: „Der Rückbau muss am besten sofort gestoppt werden.“
Die Ankündigung widerspricht den Aussagen von Politikern und Betreibern von Atomkraftwerken, die nach der grünen Pfeife des Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck tanzten, die den Atomausstieg als „unumkehrbar“ bezeichneten. Auch ehemalige Betreiber von AKWs wie E.on und EnBW haben „keine Lust“ , dass die Kraftwerke hochgefahren werden. Der Rückbau sei zu weit fortgeschritten.
Stimmt alles nicht, so Nukem-Chef Seipolt. Seine Firma sei auf die Betreuung und den Rückbau von Meilern spezialisiert: „Wir sehen eine realistische Comeback-Möglichkeit für die Atomkraft und machen der neuen Bundesregierung daher ein Angebot“, so der Experte. Es gehe um sichere Stromversorgung, „wettbewerbsfähigen Strom für die Industrie und Unabhängigkeit von Importen“. Nukem erklärt weiter, dass die Instandsetzung lediglich „ein bis drei Milliarden Euro pro Kraftwerk“ kosten würde. Die Kernkraftwerke könnten dann „bis über 2050 hinaus Strom produzieren“.
„Laut dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages verursacht die Energiewende bis 2045 Kosten von bis zu 13,3 Billionen Euro. Diesen gigantischen Betrag können wir uns sparen, wenn wir für ein paar Milliarden unsere Kernkraftwerke wieder nutzen. Für diesen ökonomisch sinnvollen Weg steht die AfD. Die CDU hingegen ist verantwortlich für den fatalen Ausstieg aus Kernkraft und Kohle“, betont der energiepolitische Sprecher der sächsischen AfD-Fraktion, Jan Zwerg.
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