Im Skandal um das Sicherheitsleck in der Trump-Regierung, bei dem ein Journalist ungewollt und unbemerkt an einem Chat teilnehmen konnte, in dem eine kurz bevorstehende US-Militäroperation gegen die Huthi-Miliz im Jemen erörtert wurde, meinte nun ausgerechnet Ex-First-Lady- und Außenministerin Hillary Clinton, die Trump 2016 bei der Präsidentschaftswahl schmählich unterlegen war, sich mit einem Beitrag in der „New York Times“ zu Wort melden zu müssen, um über Trump herzuziehen. „Es ist nicht die Heuchelei, die mich stört, es ist die Dummheit“, empört sich Clinton. „Wir sind alle schockiert – schockiert! –, dass Präsident Trump und sein Team sich nicht um den Schutz von Verschlusssachen oder Bundesgesetzen zur Aufbewahrung von Unterlagen scheren.“
Aber das sei bekannt gewesen. Viel schlimmer sei, dass die Trump-Regierung mit der Aktion US-Truppen in Gefahr gebracht habe. Das sei gefährlich und „einfach nur dumm“. Weiter echauffierte sie sich über die Entlassungen Hunderter Beamter, die Einsparungen bei der Entwicklungsbehörde USAID und den Rauswurf von Generälen und Spionen. In einer gefährlichen und komplexen Welt müsse eine Regierung nicht nur stark, sondern auch klug sein. Der Ansatz von Trump sei aber „dumme Macht“, meint sie. „Anstelle eines starken Amerikas, das alle seine Stärken nutzt, um die Welt zu führen und seinen Gegnern entgegenzutreten, wird das Amerika von Herrn Trump zunehmend blind und unbeholfen, schwächlich und ohne Freunde sein“, so ihr Befund. Und dabei sei sie noch nicht einmal auf den Schaden eingegangen, den Trump anrichte, „indem er sich bei Diktatoren wie Wladimir Putin einschmeichelt“.
Schier unglaubliche Chuzpe
Einmal mehr kann man sich nur über die unglaubliche Chuzpe dieser Frau wundern, deren Karriere ein einziges Scheitern ist. Ihrem eigenen, wesentlich größeren Skandal, verschwieg Clinton natürlich geflissentlich: Während ihrer Amtszeit als Außenministerin von 2009 bis 2013, wurden über ihren privaten E-Mail-Server rund 60.000 (!) Nachrichten verschickt oder empfangen. Das FBI warf Clinton vor, „extrem leichtsinnig“ mit „streng geheimen Informationen“ umgegangen zu sein. Es stand auch der Verdacht im Raum, mit der Nutzung des privaten Mailkontos solle Spendern der Zugang zu Clinton erleichtert werden. Zudem wurde und wird ihr vorgeworfen, für den Tod von US-Diplomaten beim Sturm auf die Botschaft im lybischen Bengasi im Jahr 2012 verantwortlich zu sein, da sie eindeutige Warnungen vor dem Anschlag ignoriert hatte. Dabei waren vier Amerikaner gestorben, darunter der Botschafter Chris Stevens. Angehörige zweier Opfer hatten Clinton wegen des Umgangs mit dienstlichen E-Mails verklagt, da durch das deswegen entstandene Sicherheitsleck der Angriff überhaupt erst habe stattfinden können.
Und schließlich zieht sich seit Jahrzehnten ein kaum noch überschaubarer Katalog von Korruptionsvorwürfen und zahlloser dunkler Affären durch das Leben von Bill und Hillary Clinton, die kaum widerlegt werden konnten. Gerade sie ist also die Allerletzte, die sich über die Sicherheitspanne in Trumps-Regierung bei einer vergleichsweise unwichtigen Aktion künstlich aufregen sollte. Dass sie es dennoch tut und in ihrem hetzerischen Beitrag inflationär mit dem Wort „dumm“ um sich wirft, zeigt einmal mehr die grenzenlose Unverschämtheit und den Narzissmus dieser unsäglichen Person. (TPL)























