Schwule gejagt und verprügelt: Ermittlungen gegen bekannten Augsburger Gewalttäter
Mit Tritten gegen Oberkörper und Kopf sind in Augsburg zwei Menschen schwer verletzt worden. Die Polizei nahm mehrere Verdächtige fest. Ermittelt wird auch gegen den verurteilten Gewalttäter Halid S. Der hatte 2019 in Augsburg einen 49 Jahre alten Mann mit einem Faustschlag getötet.
Eine brutale, schwulenfeindliche Attacke ereignete sich am vergangenen Sonntag in der Augsburger Innenstadt. Drei Tatverdächtige sitzen nach dem Horror-Angriff in Untersuchungshaft. Ihre Opfer: ein 28-Jähriger und ein 26-Jähriger, die auf der Maxstraße von einer Horde angepöbelt, beleidigt und zusammengeschlagen wurden. Mit Tritten gegen Kopf und Oberkörper wurden die jungen Männer schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ermittler der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) sind sich sicher: Hier steckt ein „queerfeindliches Motiv“ – was immer das sein soll – dahinter.
Unter den Verdächtigen ist ein alter Bekannter – Halid S., ein polizeibekannter Totschläger mit Migrationshintergrund, der schon einmal einen Menschen auf dem Gewissen hat und jetzt wieder zuschlagen konnte. Halid – der die libanesische, türkische und deutsche Staatsbürgerschaft besitzt – tötete im Dezember 2019 einen 49-Jährigen Feuerwehrmann auf einem Weihnachtsmarkt mit einem einzigen Faustschlag. Die Jugendkammer des Landgerichts Augsburg schickte den Totschläger damals wegen Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung für lächerliche vier Jahre hinter Gitter.
Doch kaum auf freiem Fuß, scheint der brutale Schläger wieder aktiv zu sein. Im aktuellen Fall soll er zwar nicht zu den Festgenommenen gehören, ist aber laut der Augsburger Allgemeinen auf der Flucht. Sein Anwalt, Marco Müller, bestätigte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, dass die Ermittlungen auch gegen Halid S. laufen.
Derweilen heißt es aus Ermittlerkreisen: „Wir verfolgen jede Gewalttat konsequent“. Doch die Frage, unzählige Male gestellt, bleibt: Wie konnte ein bekanntes Gewaltmonster wie Halid S. wieder zuschlagen?
In den Kommentarspalten fragt man sich:
„War schon im Gefängnis wegen Totschlag und hat neben den Deutschen auch den libanesischen und türkischen Pass. Ich bin dafür solchen Leuten die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen und einen der beiden anderen Staaten dafür zu bezahlen, da er dort seine Haftstrafe verbüßt. Ein Gesetz machen das die Wiedereinreise unter Strafe stellt, die dann – wieder gegen Bezahlung – in einen der anderen Staaten absitzen sollte.“
„Das sollte ein Leitartikel sein. Grade im Kontext der damaligen Vorfälle auf dem Christkindlesmarkt, ist das schlicht unfassbar.“
(SB)