Racing Machine "Luschet": Die Pappe ist erstmal getickt (Symbolbild:Grok)
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Raserei im Verfolgswahn: Wird Laschet zum ersten Opfer des von der CDU-geplanten Lügenverbots?

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Der 2021 jämmerlich gescheiterte ehemalige CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet gibt derzeit ein Charakterbild ab, das sich perfekt in den Gesamteindruck einfügt, den seine Partei bietet. Am Wochenende wurde bekannt, dass er im vergangenen Juli mit 97 km/h durch eine Tempo-50-Zone (!) in seiner Heimatstadt Aachen gerast war. Dafür soll er 425,50 Euro Strafe zahlen, einen Monat lang den Führerschein abgeben und zwei Punkte in Flensburg erhalten. Doch anstatt die Verantwortung zu übernehmen, ließ Laschet von seinem Anwalt eine haarsträubende Räuberpistole präsentieren: Beim Besteigen seines Wagens will er von unbekannten Männern beobachtet und über mehrere Straßen verfolgt worden sein. Er habe sich bedroht gefühlt und an Morddrohungen erinnert, die er als ehemaliger Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen erhalten habe. „Das war eine aufwühlende Begebenheit, die mich sehr bewegt hat“, schilderte er seinen angeblichen Schrecken gegenüber „Bild“.

Von seinen vermeintlichen Verfolgern fand die Polizei bislang allerdings keine Spur. Die für den 16. Mai angesetzte Gerichtsverhandlung vermied Laschet, der als Außenminister in der designierten Unions-SPD-Regierung gehandelt wird, lieber, indem er seinen Einspruch zurückzog und die Strafe akzeptierte. „Nachdem die Staatsanwaltschaft die hinter mir fahrenden Personen nicht ermitteln konnte, ist der Einspruch gegen den Bußgeldbescheid bedauerlicherweise nicht mehr zielführend. Ich habe ihn darum zurückgezogen und zahle die Geldbuße. Haken dran“, erklärte er dazu lapidar. Weiter stellte er selbstgerecht fest: „Zu schnell fahren kann passieren, sollte es aber nicht. Zum Glück wurde hier niemand gefährdet – jedenfalls nicht durch mich.“

Haarsträubende Geschichte

Damit erweckt er den Eindruck, er sei nur mit einer Geschwindigkeit knapp über der Toleranzgrenze geblitzt worden. Tatsächlich fuhr er fast 100 in einer 50-Zone und hätte damit unmöglich auf Fußgänger oder andere Situationen reagieren können. Sein verantwortungsloses Verhalten brachte potentiell Menschenleben in Gefahr. Doch anstatt dies offen einzugestehen, sich zu entschuldigen und die verdiente Strafe sofort zu akzeptieren, versuchte Laschet nach dem Motto: „Versuchen kann man’s ja“ erst einmal, sich mit einer haarsträubenden Geschichte über eine angebliche Verfolgung durch irgendwelche finsteren Männer aus der Affäre zu ziehen, die ihn in Panik versetzt und seinen Bleifuß in Bewegung gesetzt hätten. Es fehlte nur noch, dass er behauptet hätte, es habe sich wohl um russische Agenten gehandelt, die in diesem Land laut CDU ja immer und überall die Finger im Spiel haben. Dass dies wenige Tage nach der Nachricht herauskommt, dass seine Partei und die SPD nicht weniger als ein Verbot öffentlicher Lügen planen,  gibt der Affäre noch eine besondere Note.

Laschet, der dermaßen inkompetent und uncharismatisch ist, dass ihm eine Mehrheit der Wähler 2021 sogar Olaf Scholz vorzog und der vor allem dafür in Erinnerung bleiben wird, dass er sich während einer Ansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
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an die Opfer der Ahrtal-Flut vor Lachen kaum auf den Beinen halten konnte, gibt auch durch seinen unsäglichen Umgang mit der Führerschein-Affäre einen weiteren entlarvenden Einblick nicht nur in seine, sondern in die generelle Mentalität der politischen „Eliten“ dieses Landes. Der nächste Posten mit Dienstwagen dürfte ihm dennoch sicher sein.

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