Trump und die “Strafzölle": Überfälliger Schritt (Collage:Imago)
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Nun sind sie halt da: Die Zölle

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Jeder Amerikaner kann weiterhin deutsche Produkte kaufen. Aber er wird es sich zweimal überlegen, ob er es sich noch leisten will. Deutschlands Produkte sind nicht zu teuer, weil sie nur gut sind. Die Preise wurden überfrachtet mit allem, was der Staat an politischem Ballast draufgesattelt hat. In jedem Auto, in jeder Maschine, in jedem Exportgut steckt die Rechnung für eine Politik, die sich als Sozialamt der Welt versteht. Milliarden für die Ukraine, Milliarden für Entwicklungshilfe, selbst nach China. Bezahlt nicht aus Zauberhand, sondern über Steuern. Und die wiederum landen im Preis. Jeder Betrieb muss sie mit einpreisen. Jeder Haushalt spürt sie beim Einkauf. Selbst ein Fünfzehnjähriger versteht das.

Jetzt kommt Trump. Mit der Nadel. Und der Ballon platzt. Deutschlands Exportmodell war lange bequem. Die USA waren der Markt, wo Milch und Honig und Dollar fließen. Doch diese Zitzen am Euter trocknen aus. Washington sagt: Wir finanzieren euren Sozialstaat nicht länger. Und die Zölle sind der Riegel vor einer Tür, die Berlin für selbstverständlich für immer offen hielt. Nun ist sie halt zu. Unser „freundliches Gesicht“ bekommt Falten.

Trump musste nur zur Nadel greifen

Wären deutsche Autos statt 60.000 nur 30.000 Euro teuer, krähte kein Hahn nach Strafzöllen. Doch unsere Produkte sind längst aufgeblasen wie eine giftige Kröte. CO₂-Abgaben, Energiepreise, Mindestlohn, Bürokratie, Kriegsmilliarden, politisch linke Programme, alle Kosten stecken in den Preisen deutscher Produkte. Die tausenden bunten Regenbogenluftballons platzen. Trump musste ihn nur ein wenig mit einer Nadel antippen.

Besonders bei der Energiepolitik rächt sich die Realitätsverweigerung. Deutschland hätte die vierte Nord-Stream-2-Leitung unversehrt. Doch man weigert sich, Gas aus Russland direkt zu beziehen. Russland liefert Gas nach Indien, dort kaufen wir dann zigfach teuer. Irrsinn! Verblendete Ideologie schlägt Versorgung. Auch zigfach teureres Flüssiggas führt zu teuren Waren, dies wiederum zu weniger Wettbewerbsfähigkeit. Ein Schuss ins eigene Knie. Trump zeigt nur darauf und die volkswirtschaftlich wenig beleckten Medien heulen los.

Deutsche, die bei Deutschen kaufen: Geht kaum mehr

Besonders zynisch: Die Presse, die heute den angeblichen Untergang des freien Handels beklagt, war es, die die Preisexplosion mitgetragen hat. Sie jubelte beim Mindestlohn, obwohl der inzwischen gefährlich nahe an den Facharbeiterlohn rückt. Sie feierte jede neue Milliarde für Asyltouristen, für jede „klimagerechte“ Zwangsabgabe und jede „soziale“ Umverteilung. Und sie jubelte, als Milliarden Entwicklungshilfe über Kontinente verschoben wurden. Jetzt fällt ihr all das vor die Füße. Doch sie ist uneinsichtig. Sie will ihre Propaganda nicht als Mitursache eingestehen.

Deutschlands Wirtschaftsmodell steht wacklig da. Die Zölle sind kein Handelskrieg. Sie sind der Spiegel. Und wer hineinschaut, sieht nicht mehr das Exportwunder, sondern ein Land, das sich selbst unbezahlbar gemacht hat. Aber er kommt nicht aus dem Nichts. Er kommt, weil niemand mehr bereit ist, den Preis für den eigenen Größenwahn zu zahlen. Viele Deutsche können nicht mehr bei Deutschen kaufen. Autos, Textilien, Elektronik, selbst Nahrungsmittel werden importiert, weil Deutschland schlicht zu teuer wurde. Und nun denken die USA just genauso. Kein Wunder also. Nur logisch.

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