Im „Stern“ regt sich eine Autorin namens Wiebke Tomescheit fürchterlich darüber auf, dass der Comedy-Opa Dieter Hallervorden bei einer Neu-Auflage seines legendären Sketches „Palim Palim“ tatsächlich – wie damals – das „N-Wort“ verwendet hat.
Sie schreibt mutmaßlich mit einer Tonne Schaum vor dem Mund:
„Keiner der Anwesenden kommentierte Hallervordens Sketch, auch Kai Pflaume moderierte danach gewohnt charmant weiter. Man versteht es ein Stück weit: Hallervorden ist eine Legende, einer, der vielen mit seiner skurrilen Comedy in lieber Erinnerung ist und darüber hinaus auch als ernsthafter Schauspieler brillierte. Das allein verdient Respekt – dazu kommt das stolze Alter Hallervordens.
Aber gerade ein Mann mit Intellekt und Lebenserfahrung müsste den kleinen aber feinen Unterschied kennen zwischen dem Kampf für Meinungsfreiheit und Respektlosigkeit und Minderheiten-Bashing.“
Die Autorin Janine Beicht hat diese typisch linke Denke gut analysiert:
„Merkt ihr den Widerspruch eurer Autorin nicht selbst?
Er ist so offensichtlich und entlarvend, dass sogar das „dümmste Huhn“ nicht drumherum kommt ihn zu bemerken! Die Autorin behauptet sinngemäß: „Meinungsfreiheit gibt es ja, Hallervorden konnte doch sagen, was er wollte. Aber das, was er sagte, sei quasi respektlos und beleidigend.
Das ist genau der manipulierende rhetorische Trick: Sie erkennt formal an, dass Meinungsfreiheit besteht, um dann im nächsten Atemzug moralisch abzuwatschen, dass jemand davon Gebrauch macht. Es ist ein typischer moralisch überlegener »freiheitlich, aber…«-Reflex.
Der Widerspruch liegt darin, dass sie Redefreiheit an Bedingungen knüpft, die ihrer eigenen ideologischen Gesinnung entsprechen. Mit anderen Worten: Sag, was du willst, aber wehe, es widerspricht der derzeitigen moralischen Haltung der medialen Mehrheit. Dann wirst du öffentlich abgewertet und in eine Ecke gestellt.
Und genau das ist ein Paradebeispiel für Cancel Culture: Nicht der Staat verbietet etwas, sondern der öffentliche Pranger erledigt die Drecksarbeit. Auch Von der Lippe und Schöneberger machen harmlose Kommentare über die Sprachzensur und lösen damit exakt die Empörung aus, die damit thematisiert wird.
Mehr Beweis geht eigentlich kaum. Noch absurder wird es, wenn sie Hallervorden vorwirft, er würde behaupten, man dürfe heute nichts mehr frei äußern, während sie in genau diesem Artikel versucht, ihm das „freie Sagen“ madig zu machen. Kurz gesagt: die Autorin liefert selbst den Beweis für die Kritik, die sie kritisieren will. Und so etwas nennt ihr dann auch noch Journalismus?
Lächerlich!“
Bleibt die Frage: Wer liest eigentlich noch den Stern, außer die Angestellten im Verlagshaus?























