Die islamkritische Szene ist in heller Aufregung. Einer der ihren – und dann noch so ein berühmter, scheint auf Abwegen geraten zu sein. Auf X hat Hamed Abdel-Samad folgendes von sich gegeben:
Es gibt nur ein Wort, das das, was gerade in Gaza passiert genau beschreibt: Genozid. Schande über alle, die das unterstützen oder relativieren!
Dafür gibt es natürlich mächtig Zunder. Gerd Buurmann schreibt:
„Israel begeht keinen Völkermord in Gaza. Israel führt einen Krieg – einen Krieg, den Israel nicht begonnen hat. Die Hamas jedoch begeht einen Völkermord, oder besser gesagt: Die Hamas will einen Völkermord begehen, ist dabei jedoch erfolglos.
Die Hamas fordert die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes und erklärt den ewigen Krieg gegen Israel bis zur totalen Vernichtung. Diese Terroristen hassen an Juden, dass sie leben, dass es sie gibt. Das Einzige, was Juden tun können, um zur Deeskalation beizutragen, ist schlicht und ergreifend, nicht mehr zu existieren.
Was wir im Gazastreifen gerade erleben, ist eine Eskalation – eine Eskalation, die jedem Menschen das Herz brechen lässt. Die Eskalation geht jedoch ausnahmslos auf das Konto der Hamas und all jener, die am 7. Oktober 2023 den Massenmord begangen, unterstützt und gefeiert haben. Kriege werden von Soldaten geführt, Terroranschläge von Terroristen verübt und Pogrome von Zivilisten begangen. Der 7. Oktober war alles: Krieg, Terror und Pogrom, getragen von der Mehrheit im Gazastreifen.
Der Konflikt eskaliert. Das liegt jedoch daran, dass sich Juden seit 1948 als Soldaten eines eigenen Landes gegen die Vernichtung wehren können. Aufgrund dieser Möglichkeit der militärischen Verteidigung eskaliert die Auseinandersetzung. Eine Situation eskaliert immer erst dann für beide Seiten, wenn sich die eine Seite dagegen wehrt, von der anderen Seite ausgerottet zu werden. Deeskalieren hieße für Israel, aufzuhören, sich zu verteidigen.
Israel möchte den Krieg nicht. Israel wäre lieber von Freunden umringt als von Feinden umzingelt. Israel möchte keine Kriegstoten. Jedes Kriegsopfer ist ein Opfer zu viel. Jeder Mensch, der in einem Krieg sein Leben lassen muss, ist ein Fehler. Für Israel ist es jedoch leider unausweichlich, diese Fehler zu begehen, denn wenn Israel seine Waffen niederlegen würde, gäbe es am nächsten Morgen kein Israel mehr. Ein Israel ohne Fehler ist ein totes Israel. Sollte jedoch die Hamas ihre Waffen niederlegen, wäre am nächsten Morgen Frieden.
Die Hamas will den Krieg! Die Hamas möchte so viele Juden wie möglich töten und Israel auslöschen. Die Hamas feuert regelmäßig Raketen in Richtung Israel ab, hat am 7. Oktober 2023 einen Massenmord an Juden begangen und toleriert keinen einzigen Juden im Gazastreifen. Die Region ist „judenrein“.
Die Hamas feuert immer wieder Raketen in Richtung israelischer Schulen, Kindergärten, Synagogen, Moscheen, Kirchen und Krankenhäuser ab. Der einzige Grund, warum dieser Bombenhagel nicht zum Völkermord führt, ist der Verteidigungsanlage Israels geschuldet.
Im Gazastreifen kommen deutlich mehr Menschen ums Leben. Das heißt aber nicht, dass Israel bösartiger ist. Die Hamas ist lediglich schwächer. Schwäche ist jedoch keine moralische Überlegenheit. Schwäche ist gut, wenn sie jene trifft, die morden wollen.
Israel versucht, so viele zivile Tote wie möglich zu vermeiden. Das ist jedoch sehr schwer, weil die Hamas ihre Waffen und Raketen in Kindergärten, Moscheen und Krankenhäusern lagert und die Zivilbevölkerung ganz bewusst als Schutzschild für ihre Waffen missbraucht. Israel nutzt Waffen, um die Bevölkerung zu schützen; die Hamas jedoch benutzt Menschen, um ihre Waffen zu schützen. Die Hamas wirft ihre Kinder vor Raketen und fesselt das eigene Volk an Bomben.
Keine noch so große Umsicht von Israel kann Fehler vermeiden. Israel möchte den Krieg nicht. Die Hamas aber wünscht den Krieg. Die Hamas macht somit keine Fehler. In der perversen Logik der Hamas machen sie alles richtig. Die Hamas will den Krieg und liebt den Tod.
Israel sieht sich konfrontiert mit dieser Logik, die darauf abzielt, das jüdische Volk zu vernichten. Israel muss sich daher verteidigen – in einem Krieg, den Israel nicht will. Da kann man nur Fehler machen. Israel macht Fehler.
Ich bin auf der Seite derer, die Fehler machen, weil sie den Krieg nicht wollen, und nicht auf der Seite derer, die alles richtig machen, weil sie den Krieg stiften.“
Selbst eine Lesung wurde bereits abgesagt.
Hier die offizielle Stellungnahme der Veranstalter zu deren Absage der Lesung mit @hamed_samad:
„Wir sehen uns veranlaßt, die Veranstaltung am 09.04.2025 mit Hamed Abdel Samad abzusagen. Vorausgegangen ist dem ein öffentlicher Post seitens Herrn Samad, in dem er Israel einen Genozid vorwirft. Wir möchten und werden diesen israelfeindlichen Thesen in einer privat organisierten Veranstaltung keine Bühne bereiten. In Seligenstadt war einst die größte jüdische Gemeinde im Kreis Offenbach beheimatet.
Viele Bürger pflegen hier das Andenken an die früheren vertriebenen oder sogar getöteten Mitbürger mit zahlreichen Initiativen, so auch der Errichtung und Pflege des Synagogenplatzes. Sie versuchen damit ihrer historischen Verantwortung Rechnung zu tragen. Uns geht es jedoch nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um das Existenzrecht Israels, das gegenwärtig an vielen Fronten bedroht ist. Die weit verbreitete Täter-Opfer-Umkehr nach den schrecklichen Angriffen durch die Hamas vom 7. Oktober 2023 tragen wir nicht mit. Nachdem Herr Samad zunächst Verständnis für unsere Entscheidung zum Ausdruck brachte, nutzt er nunmehr leider die öffentlichen Medien zu Marketingzwecken und geriert sich als Opfer. Wir sind Verfechter der Meinungsfreiheit und nehmen sie auch für uns in Anspruch.
Wir hoffen auf Ihr Verständnis.“
Malca Goldstein-Wolf schreibt:
„Ich bemühe mich, obwohl ich zugegebenermaßen emotional aufgewühlt bin, meine Sicht der Dinge zu erklären. Lange Zeit habe ich @hamed_samad
für seinen Mut und seinen Klartext bewundert. Es ist auch kein Problem für mich, wenn jemand Israel kritisiert. Wenn aber jemand mit seiner Reichweite Israel ungerechtfertigt einen Völkermord vorwirft, dann füttert er mit dieser Pallywood-Propaganda genau die Terroristenverseher, die uns Juden das Leben zur Hölle machen.
Es gibt keinen Völkermord. Israel wehrt sich gegen islamistischen Terror. Gegen genau die Gesinnungsgenossen, wegen denen er 24/7 Polizeischutz benötigt. Immer noch befinden sich israelische Geiseln in Hamas-Gefangenschaft. Sie werden gefoltert, vergewaltigt, ermordet. Israel hat gar keine andere Wahl, als diese Mörderbande konsequent zu besiegen. Nicht zu vergessen auch die palästinensischen „Zivilisten“, die selbst Geiseln in ihren Privathäusern versteckt hielten, die die Geiselfreilassung zu einem Familienfest mit Kind und Kegel gemacht haben, die um die Kindersärge von Ariel und Kfir Bibas herumtanzten und die Terroristen bejubelten.
Wer meint, man müsse solche Äußerungen ertragen, dem sei gesagt, dass die Grenze des Erträglichen längst überschritten ist. In diesem Konflikt gibt es nur schwarz oder weiß. Israel kämpft um seine Existenz. Entweder man steht auf Seiten der Opfer oder auf Seiten der Terroristen.
Es hätte kein einziges palästinensisches Opfer gegeben, hätte das Massaker vom 7. Oktober nicht stattgefunden. Der Konflikt wäre nicht eskaliert, hätte die Hamas die Geiseln freigelassen. Meine Toleranz ist aufgebraucht.“
Birgit Werner bringt es auf den Punkt:
„Es ist der Kampf des Islam gegen die Ungläubigen, gegen den Westen. Überall, wo der Islam Grenzen zu anderen Kulturen hat, gibt es blutige Konflikte. In Deutschland gibt es Terroranschläge aber keine Dankbarkeit für die Aufnahme und Versorgung.“
Einer, der ein Wörtchen mitzureden hätte, nämlich Henrik M. Broder hält sich bisher noch vornehm zurück. Wir erinnern uns:
Entweder Broder – Die Deutschland-Safari
Was ist typisch deutsch? Nach diesem Buch werden Sie Deutschland mit anderen Augen sehen
Deutschland den Deutschen! Deutsche, esst deutsche Bananen! Wir sind Papst! Wir sind Exportweltmeister! Wir sind wieder wer! Sind wir es wirklich? Ein Jude und ein Moslem unterwegs im Dienste der Aufklärung.
Henryk M. Broder und Hamed Abdel-Samad sind zwei Beute-Deutsche. Der eine ein polnischer Jude, der andere ein ägyptischer Moslem, beide vollkommen integriert, obwohl der eine keinen Alkohol trinkt und der andere kein Schweinefleisch isst. Gemeinsam sind sie im Auto kreuz und quer durch Deutschland gefahren – mit arabischem Navigationsgerät. Sie haben ein KZ besucht und Currywurst gegessen. Sie haben Arier und Vegetarier, oberbayerische Japaner und hanseatische Lach-Yoga-Jünger, Wirtschaftswissenschaftler, Hartz-IV-Empfänger und »Großmütter gegen den Krieg« besucht. Sie haben den »Jurassic Park« der DDR gefunden, mit iranischen Dissidenten und integrierten Prostituierten gesprochen, Menschen getroffen, die mit dem Tode bedroht werden und solche, die eine Gefahr für die Demokratie sind. Was Broder und Abdel-Samad auf ihrer Deutschlandsafari mit Jesus, Mohammed und Moses im Gepäck und der konfessionslosen Hündin Wilma auf dem Rücksitz erlebt haben, steht in diesem Buch. Denn Deutschland ist kein Platz auf der Landkarte, es ist ein Zustand, den man sich erarbeiten muss. (Quelle: Amazon).
Nicht, dass da noch eine Freundschaft kaputt gegangen ist.























