Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer tingelt aktuell – auf Staatskosten, offiziell dienstlich – durch Ägypten. Als offizielles Ziel ausgegeben wurde das Anliegen, dort “Fachkräftegewinnung“ zu betreiben. Das beste Deutschland aller Zeiten, das jeden Tag neue Firmenpleiten mit tausenden von vernichteten Jobs beklagt, geht also nun auch in Ägypten auf Beutezug, um dort „Fachkräfte“ zu akquirieren.
Die sich hier ergebenden Fragen sind dieselbe wie im Fall von Kenia und anderen Staaten, in denen sich Deutschland Erlösung für die (trotz Massenentlassungen ) vielen, angeblich immer noch unbesetzten Arbeitsplätze verspricht – aus denen realistischerweise aber in Wahrheit vor allem neue Siedler für die faktische Austauschbevölkerung rekrutiert werden: Handelt es sich um Wirtschaftsmigranten, die überwiegend in den Sozialsystemen landen? Dann brauchen wir sie nicht. Oder es handelt sich um echte Arbeitskräfte? Mit welchem Recht erlaubt sich dann Deutschland, diesen rückständigen Entwicklungs- und Schwellenländern ihre wichtigsten Fachkräfte zu rauben, die doch weiß Gott in der Heimat dringender gebracht würden?
Wohl eher erneute Einwanderung in den Sozialstaat
Dass das Ziel jeder verantwortungsvollen Wirtschafts- und Sozialpolitik eigentlich auch in Deutschland lauten müsste, dass das Primat der Erhaltung von Jobs in der heimischen Wirtschaft vor jeder weiteren Einwanderung steht, darf wohl inzwischen nicht einmal mehr ausgesprochen werden. Dabei stellt sich die Frage, ob Kretschmer eigentlich von allen guten Geistern verlassen ist: In Südwestsachsen stehen in der Autoindustrie 20.000 Arbeitsplätze auf der Kippe. Die Auslastung der chemischen Industrie in Sachsen mit 8.000 Beschäftigten liegt nur noch bei 70 Prozent. “Gefühlt täglich müssen weitere Unternehmen Insolvenz anmelden. Aktuell betrifft das zum Beispiel die HeiterBlick GmbH aus Leipzig – ein Unternehmen mit hundertjähriger Geschichte und 250 Mitarbeitern”, ereifert sich der wirtschaftspolitische Sprecher der sächsischen AfD-Fraktion, Frank Peschel.
Sachsen stecke in einer schweren Wirtschaftskrise mit derzeit leider immer weiter steigender Arbeitslosigkeit. “Wie man in einer solchen Situation auf die Idee kommen kann, zusätzliche Arbeitskräfte aus Ägypten anheuern zu wollen, erschließt sich mir in keiner Weise”, so Peschel. Tatsächlich besteht mehr als genug Zweifel daran, ob Kretschmer wirklich hochqualifizierte Fachkräfte in Ägypten findet. Viel größer ist die Gefahr, dass erneut ein ganzer Schwung weiterer geringqualifizierter Personen in unseren Sozialstaat einwandern wird – und sich hier zu den von Annalena Baerbock massenhaft eingeflohenen Afghanen gesellen wird… (TPL)























