Ei, ei, ei... (Symbolbild:Grok)
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Ostereier – oder Hähnchen vom Spieß?

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War das Ei zuerst oder die Henne, eine Frage, die jährlich zu Ostern neu entflammt. Wir sind von gekochten und gefärbten Eiern quasi umringt. Jene aus Schokolade sind allerdings nicht ausbrütbar, was dem einen oder anderen Politiker ein Trost sein mag. Der Bundestag hat bisher keine Lösung. Ausschüsse, Unterausschüsse, sogar ein Beirat für evolutionäre Reihenfolgen, nichts hat geholfen. Die Fraktionen liefern sich rhetorische Hahnenkämpfe.

Die Union pocht auf Ordnung: Erst die Henne, dann das Ei. Werte müssen gelegt werden, bevor sie schlüpfen. Die SPD hält dagegen: Man könne dem Volk durchaus ein Ei ins Nest legen, Hauptsache, es glaubt daran. Die Grünen beantragen eine Umbenennung beider Begriffe in „reproduktionsfähige Einheit A“ und „genetisches Kreislaufprodukt B“. Die FDP sieht im Ei eine Renditechance und will es als steuerfreie Anlageform zulassen. Die Linke erkennt im Ei den Mehrwert, der von der Henne geschaffen, aber vom Kapital gegessen wird. Die AfD vermutet, dass beides aus Brüssel stammt und will wieder deutsche Hühner mit deutschem Stallgeruch.

Die Antwort aus dem All

Ein neuer Vorschlag sorgt nun für Aufsehen. Einige Stimmen bringen eine außerirdische Lösung ins Spiel. Demnach könnten Besucher aus dem All einst sowohl Hühner als auch Eier auf der Erde abgelegt haben. Seitdem versuchen wir zu deuten, was nicht zu deuten ist. Es wäre nicht das erste Rätsel, das uns überlassen wurde. Und sicher nicht das letzte.

Der Bürger hat sich inzwischen eingerichtet. Zum Frühstück gibt es ein 5-Minuten-Ei. Zum Mittag eine gebratene Gans, nicht zur Provokation, sondern weil man irgendwann auch satt werden will. So dreht sich die Debatte weiter, während der Bratspieß rotiert. Die Politik legt uns derweil weitere unausgebrütete Eier ins Nest, worüber wir die Ausgangsfrage vergessen.

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