Rollstuhlfahrer oder Kinder – niemand ist sicher: Polizei sucht zeitnah mit Fotos nach mutmaßlichem Messerangreifer
Ein „Unbekannter“ sticht an einer Bushaltestelle in Hamburg-Billstedt auf eine Rollstuhlfahrerin und einen 60-jährigen Mann ein. Zuvor soll der „Mann“ Fahrgäste im Bus belästigt haben. Die Polizei fahndet – zeitnah und nicht wie sonst erst Monate nach der Tat – mit Fotos nach dem Messerstecher. Weder der Phänotyp des mutmaßlichen Messerkünstlers noch die zu erwartende „Strafe“ überrascht offensichtlich die Bürger noch. Laut Innenministerium waren solche Taten beim betreffenden Klientel ja erwartbar.
Tatsächlich bereits elf Tage! nach einer Messerattacke in Hamburg-Billstedt fahndet die Polizei Hamburg mit Fotos aus einer Überwachungskamera nach “ einem Mann“.
Vor der Messerattacke soll der Unbekannte, der auf 25 bis 30 Jahre geschätzt wird, am 12. April in dem Bus der Linie 23 absichtlich Menschen angehustet haben. Die Busfahrerin forderte ihn deshalb an der Haltestelle Schiffbeker Höhe auf, den Bus zu verlassen. Als er sich weigerte, soll es zu Rangeleien zwischen ihm und anderen Fahrgästen gekommen sein.
Vor dem Bus soll der Mann dann eine Rollstuhlfahrerin und einen 60-jährigen Mann, die kurz zuvor ausgestiegen waren, mit einem Messer angegriffen und verletzt haben. Anschließend flüchtete der Täter. Die Frau erlitt leichte Verletzungen, der 60-Jährige musste stationär im Krankenhaus behandelt werden.
Die Angaben der Polizei zum mutmaßlichen Täter: etwa 1,70 Meter groß, von normaler Statur, hat dunkle, lockige Haare und spricht Deutsch mit Akzent. Zum Zeitpunkt der Tat trug er eine hellblaue Jeans, eine weiße Sportjacke mit schwarzen Details oder einen hellen Kapuzenpullover sowie weiße Sportschuhe.
In den sozialen Medien fragt man sich nicht nur:
„Wie so benötige ich keine Täterbeschreibung und kein Bild um ganz genau zu wissen wie der aussieht , wie alt der ist und das der Zweifelfrei nicht hier hin gehört ?“
Man ist sich auch sicher:
„So lange solche Leute bei ihren widerwärtigen Taten keine Konsequenzen zu befürchten haben, frei herumlaufen, schwarz mit Eisen- unds Straßenbahn fahren dürfen und regelmäßig am Monatsende noch das Steuergeld ihrer Opfer vom Konto abheben können, wird sich nichts ändern.“
… und trotzdem überrascht:
„Was war dieses Mal anders? Normalerweise gibt es acht Monate Vorspung, bevor mit Bildern öffentlich gesucht wird… Sollte meines Erachtens immer zeitnah geschehen (1-3 Tage).“
(SB)