Nach dem gestrigen DFB-Pokalfinale zwischen dem siegreichen VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld, das sich mit 2:4 gegen den schwäbischen Favoriten geschlagen geben musste, erlebte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Berliner Olympiastadion einen kalten Empfang: Als sein Name über die Stadionlautsprecher verkündet wurde, brandete ein gellendes Pfeifkonzert von den Rängen auf. Anders als von seinen Unterstützern im Netz behauptet, galten die Pfiffe nicht dem DFB – auch dieser erhielt zwar Unmutsbekundungen, aber richtig laut wurde es erst, als Steinmeier aufgerufen wurde. Die Reaktion der Fans war unüberhörbar.
Steinmeier, seit 2017 im Amt und 2022 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt, gilt inzwischen als Testimonial des regierenden Spaltungs- und Kriegswirtschaftskartells sowie als „lebendiges Symbol“ eines Altparteienstaates, der überparteilich auf Unmut stößt, weil er mehr polarisiert statt eint. Doch der Vorfall beim Pokalfinale zeigt, dass dieses Ideal für viele Bürger nicht mehr greift.
Zerstörtes Vertrauen
In sozialen Medien, wie etwa auf der Plattform X, wird die Stimmung noch deutlicher: „Im ‚besten Deutschland, das es jemals gab‘, wird Bundespräsident Steinmeier beim #DFBPokal ausgepfiffen“, schrieb ein Nutzer. Andere Stimmen werfen Steinmeier vor, die Interessen der Bürger nicht mehr ausreichend zu repräsentieren.
Kritik an seiner Amtsführung gibt es nicht erst seit dem Pokalfinale: Schon 2022 sorgte sein Umgang mit einem Konzert zur Unterstützung der Ukraine für Kontroversen. Immer mehr Bürger sehen in Steinmeier einen Repräsentanten eines politischen Systems, das sie als abgehoben empfinden. Der Grüßaugust lässt sich immer wieder bei DFB-Veranstaltungen blicken, wie zuletzt auch bei der die Übergabe des DFB-Pokals an die Frauenmannschaften des VfL Wolfsburg 2024 oder des FC Bayern München 2025 – doch sein Image kann er damit offenbar nicht aufpolieren. Das Vertrauen ist futsch. (TPL)























