Da pokert aber jemand ziemlich hoch – und spielt dabei mit dem Leben vieler Millionen Menschen. Größenwahnsinnig würden die einen sagen, kriegsgeil die anderen. Auf jeden Fall haben diese Sätze heftige Reaktionen hervorgerufen:
„Wir werden alles tun, was in unseren Kräften steht, um die Ukraine weiter zu unterstützen. Das bedeutet auch keinerlei Reichweitenbeschränkungen mehr für Waffen, die wir liefern. Die Ukraine kann sich jetzt auch verteidigen, indem sie militärische Stellungen in Russland angreift.“
Was immer man als „militärische Stellungen“ bezeichnet. Bei den militärischen Stellungen der Hamas, die zurecht von der israelischen Armee angegriffen werden, sieht das unser Kanzler nämlich ganz anders:
„Das, was die israelische Armee jetzt im Gazastreifen macht: Ich verstehe offen gestanden nicht mehr, mit welchem Ziel“
Den Aggressor vernichten, Herr Merz! Die Geiseln befreien, Herr Merz!
Julian Reichelt hat zum Thema „Merz-Gaza“ auf X einen guten Kommentar hinterlassen:
Merz: „Die Zivilbevölkerung derart in Mitleidenschaft zu ziehen, lässt sich nicht mehr mit dem Kampf gegen den Terror der Hamas rechtfertigen“, sagt Friedrich Merz über Israels Krieg nach dem Pogrom vom 7. Oktober.
Reichelt: Ich habe dazu zwei Fragen:
1. Was würde Friedrich Merz tun, wenn deutsche Babys von Terroristen lebendig in Backöfen geworfen würden, junge Frauen auf einem Musikfestival vergewaltigt und während der Vergewaltigung aufgeschlitzt würden; wenn deutsche Kinder von Islamisten in Verließe und Tunnel verschleppt, deutsche Familien am Abend vor Heiligabend in ihren Häusern abgeschlachtet würden, wenn diese Monster noch neben uns leben würden, was würde Merz dann tun? Aufgeben und uns diesen barbarischen Schlächtern überlassen und ausliefern?
2. Was würde Merz sagen, wenn es seine Enkel wären, die man lebendig in einen Backofen geworfen hätte? Wenn seine Töchter auf dem Musikfestival gewesen wären? Würde er dann auch sagen, der Kampf gegen die Hamas wäre nicht mehr zu rechtfertigen?
Friedrich Merz übernimmt auch und ausgerechnet bei diesem Thema die Position des linken Relativismus. Er hat keine Ahnung, mit wem Israel es zu tun hat, mit wem wir es zu tun haben. Merz schwätzt linkes Zeug nach. Links ist nicht vorbei, links ist an der Macht. Wir haben eine linke Regierung, die es Merz gestattet, sich als Bundeskanzler auszugeben, solange er ihr Zeugs nachplappert. Und Merz ist zu diesem Opportunismus bereit, selbst wenn es für Israel ums nackte Überleben, um die Existenz geht. Ich habe keine Worte mehr für den moralischen Niedergang dieser CDU.
Wir haben einen Kanzler, der offen erklärt, dass der freie Westen mit seinem Außenposten Israel vor dem Islamismus kapitulieren sollte.
Aber zurück zum von Merz angefachten Dritten Weltkrieg. Hier einige Reaktionen:
Markus Haintz schreibt:
Sie sind ein Lügner gegenüber der Ukraine, @bundeskanzler, da wir sicher nicht „alles tun, was in unseren Kräften steht“. Dann müssten wir Truppen entsenden. Sie sind ein Verräter des deutschen Volkes, weil Sie einen Weltkrieg riskieren, für Profi und den Reset des Finanzsystems.
Marcel Luthe (Good Governance) schreibt:
Was @bundeskanzler da macht, „stört das friedliche Zusammenleben der Völker“ im Sinne des Art. 26 I GG und ist demnach #verfassungswidrig. Es ist auch kein Verteidigungsakt, denn es gibt keinen Verteidigungspakt mit #Ukraine. Es ist vielmehr ein Akt der Aggression. Völlig irre.
Koko Lores schreibt:
Ich protestiere gegen die von Friedrich Merz aktiv betriebene Eskalation des Krieges, in der er die Reichweitenbeschränkung für von Deutschland gelieferte Waffen aufhebt. Wer ist ebenfalls davon überzeugt, dass Merz ein Sicherheitsrisiko für unser Land und unser Leben ist?
Gaby schreibt:
Die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Aufhebung der Reichweitenbeschränkungen westlicher Waffenlieferungen an die Ukraine markieren keinen Kurswechsel, sondern die Fortsetzung einer politischen Simulation militärischer Entschlossenheit. Wer die operative Realität kennt, weiß: Europa ist am Ende seiner logistischen und politischen Kapazitäten angelangt. Die Lieferung von SCALP- und Storm-Shadow-Raketen war bereits ein Grenzgang. Taurus-Raketen sind vermutlich längst an Kiew geliefert worden, nur eben verdeckt.
Die strategische Initiative liegt inzwischen eindeutig bei Russland. Moskau hat – trotz westlicher Hilfe für Kiew – den Eskalationsrhythmus bestimmt. Es bleibt ruhig, erhöht schrittweise den Druck und wartet auf die Selbsterschöpfung der europäischen Unterstützer. Denn eine Tatsache ist nicht wegzudiskutieren: Die sogenannte „Ukraine-Koalition“ im Westen zeigt Auflösungserscheinungen. Uneinigkeit über Ziele, Ressourcen und Risiken lähmt die Entscheidungsfähigkeit.
Russische Reaktion unausweichlich
Der entscheidende Punkt aber ist: Wenn Deutschland sich tatsächlich zur direkten Kriegspartei macht – etwa durch einen offensiven Taurus-Einsatz gegen russisches Kernland – wird eine russische Reaktion unausweichlich. Und diese Reaktion wird sich nicht mehr auf ukrainisches Gebiet beschränken. Ein begrenzter, aber symbolischer Gegenschlag gegen westliche Infrastruktur in Europa wäre militärisch wie politisch logisch – nicht zuletzt zur Abschreckung und als Signal an Washington.
Und noch etwas: Indem Berlin Kiew die Entscheidung über Reichweite und Zielauswahl überlässt, legt Deutschland den letzten Rest seiner militärischen Souveränität in ukrainische Hände. Das ist sicherheitspolitisch fahrlässig und staatspolitisch brandgefährlich. Denn kein souveräner Staat darf dulden, dass sein eigenes Schicksal durch Dritte auf dem Gefechtsfeld bestimmt wird.
Fazit
Was heute wie entschlossene Unterstützung für die Ukraine aussieht, könnte morgen der Zünder eines paneuropäischen Desasters werden. Die Bundesregierung muss sich entscheiden: Will sie weiter auf symbolpolitische Eskalation setzen – oder beginnt sie endlich, im Interesse der eigenen Bevölkerung zu handeln? Diplomatie, nicht Kriegsrhetorik, ist das Gebot der Stunde. Alles andere führt in eine Dynamik, die Deutschland nicht mehr kontrollieren kann.























