Am Donnerstag, dem Himmelfahrtstag, bekommt die nur schwer zu ertragende EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Karlspreis um den Hals gehängt. Der erste Preisträger zeugt davon, welche Agenda die über die Jahren „Geehrten“ verfolgen.
In Aachen wird einmal mehr europäische Symbolpolitik zelebriert: Der Internationale Karlspreis wird verliehen – diesmal an die kaum zu ertragende EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Auf der Seite der Preisverleiher heißt es zur Begründung: „Für ihr herausragendes Engagement für Einheit, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas wird Ursula von der Leyen mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen 2025 ausgezeichnet.“
Wer sich fragt, was das eigentlich für ein Preis ist, der braucht nicht lange zu recherchieren. Es reicht, sich den allerersten Preisträger von 1950 anzusehen: Richard Coudenhove-Kalergi. Coudenhove-Kalergi, Autor des „Praktischen Idealismus“. Darin fabuliert er von einer „eurasisch-negroiden Zukunftsrasse“, in der die europäischen Völker dereinst aufgehen sollten. Ein „Europa der Eliten“ war sein Ideal, Demokratie war für ihn ein Werkzeug, kein Ziel.
Wer den Karlspreis heute ernsthaft noch als moralisch geerdete Auszeichnung versteht, müsste genau hier stutzig werden. Der Preis wurde mit einem links-ideologischen Fundament begründet. Kalergis Vision war nicht Völkerverständigung auf Augenhöhe, sondern eine technokratische Überwindung kultureller Identitäten zugunsten eines elitären Einheitsprojekts mit dem Endziel, die europäische Identität aufzulösen.
Und damit schließt sich der Kreis: Ursula von der Leyen, als Vertreterin einer Brüsseler Kommission, die für viele zum Symbol abgehobener, undemokratischer EU-Bürokratie und zentralistischer Machtpolitik geworden ist, passt da erstaunlich gut ins Bild. Wer sich ansieht, wie unter ihrer Führung nationale Entscheidungsfreiheit systematisch durch EU-Vorgaben ersetzt wird, wie Demokratien und Meinungsfreiheit durch sie eingeschränkt und kulturfremde Massenmigration vorangetrieben wurde und wird, erkennt den Geist, der dahinter steckt.
Nachfolgend weitere „Preisträger“:
1987 – Henry Kissinger
US-Außenminister, kritisiert für Rolle in Putschen und Kriegen (z. B. Chile, Vietnam).
1999 – Tony Blair
Britischer Premier, später Mitinitiator des Irakkriegs.
2000 – Bill Clinton
US-Präsident, NATO-Angriff auf Jugoslawien ohne UN-Mandat.
2008 – Angela Merkel
Kritik an Eurokrisen-Politik und Migrationskurs 2015.
2018 – Emmanuel Macron
Französischer Präsident, innenpolitisch umstritten (z. B. Gelbwesten-Proteste).
(SB)























