Egal, wie desolat der Zustand der öffentlichen Finanzen und der Infrastruktur ist und ungeachtet der immer höheren Lebenshaltungskosten und der verzweifelten Stimmung im Land – die Parteien mästen sich gnadenlos weiter an dem Geld, das den Bürgern abgepresst wird, obwohl sie die Verantwortung für die Misere tragen. Für dieses Jahr dürfen sie sich nun sogar über eine eigentlich gar nicht vorgesehene Zusatzfinanzspritze freuen, wie Bundestagspräsidentin Julia Klöckner mitteilte. Die staatlichen Mittel sollen rückwirkend um sechs Millionen Euro auf insgesamt 225,4 Millionen (!) Euro steigen. Als Vorwand für diese abermalige Selbstbedienung dient diesmal der angeblich Anstieg der parteitypischen Ausgaben um 2,8 Prozent im Jahr 2024. Dies bedeutet, dass auch die Wahlkampfkosten-Erstattung angehoben wird.
Für die ersten vier Millionen Wählerstimmen bekommen die Parteien künftig 1,21 Euro je Stimme statt bisher 1,18 Euro. Für jede weitere Stimme erhalten sie 99 statt bisher 97 Cent. Im Jahr 2023 erhielten die CDU 57,96 Millionen Euro, die SPD: 51,3 Millionen, die Grünen 32,6 Millionen, die FDP 18,58 Millionen, die Linke 13,95 Millionen, die CSU 12,6 Millionen und die AfD 11,6 Millionen. Und während die Parteien sich in ihrer grenzenlosen Gier und Verkommenheit immer mehr Geld der Menschen zuschieben, deren Land sie durch ihre Inkompetenz zerstört haben, erdreisten ihre Vertreter sich auch noch, den Deutschen Faulheit vorzuwerfen.
Grenzenlose Arroganz
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte den Nerv, von Rentnern zu verlangen, dass sie mehr arbeiten. Das könnten sie aber leider nicht, weil die Steuern und Abgaben so hoch seien, dass viele den Eindruck hätten, es bleibe zu wenig Netto vom Brutto und das Arbeiten lohne sich nicht mehr. Dies ist allerdings kein Eindruck, sondern eine schlichte Tatsache. „Wir wollen sie nicht zwingen, zu arbeiten“, fügte Linnemann noch großzügig hinzu. Sein Parteifreund, Kanzleramtsminister Thorsten Frei, teilte den Deutschen mit: „Jeder, der Vollzeit arbeitet, hat so viel Geld, dass er davon leben kann“.
Solche Aussagen zeigen einmal mehr die grenzenlose Arroganz und den völligen Realitätsverlust dieser Kaste, deren Mitglieder ihr gesamtes Leben auf Kosten anderer leben, sich von einem überflüssigen Posten zum nächsten hangeln, dem Land unermesslichen Schaden zufügen und der arbeitenden Bevölkerung dann auch noch Faulheit und Wehleidigkeit vorwerfen. Diese Schamlosigkeit ist kaum noch in Worte zu fassen. (TPL)























