Können uns nur noch Pinguine vor dem Verglühen retten? (Foto:Pixabay)
[html5_ad]

Pinguinextremente und der Schweizer Griff ins Klo

8fff14eec91041d38d7c6de311d184a4

„Klimakrise: Pinguin-Kot bremst offenbar Erwärmung in der Antarktis“, so titelte jüngst das Schweizer Portal „Watson.ch“  – übernommen von anderen Medien, darunter dem “Spiegel” – in aller Ernsthaftigkeit. Kein Aprilscherz, kein Satireportal, sondern ein Medium, das sich selbst für aufgeklärt, faktenbasiert und klug hält. Doch viele Leser werden darauf hereinfallen – wie auf anderer Fake-News dieser vermeintlich „seriösen“ Publikationen auch.

Was soll man dazu sagen? Ist man in der Schweiz völlig übergeschnappt?
Wenn der Vogeldreck zum Hoffnungsträger der Klimapolitik erklärt wird, ist nicht der Planet in Gefahr, sondern der Restverstand der Redaktion. Offenbar hält man seine Leser für so einfältig, dass man ihnen buchstäblich jeden Mist als „gute Nachricht“ verkaufen kann, Hauptsache, das Wort Klima steht irgendwo im Text.

Je absurder, desto besser

Je absurder, desto besser. Das scheint die einzige redaktionelle Leitlinie bei watson zu sein. Fakten sind zweitrangig, Seriosität stört nur beim Klickfang. Statt Aufklärung gibt’s Fäkalhumor im Pseudo-Wissenschaftsmantel, man kann es nicht anders nennen: das ist Volksverdummung in Reinform.

Und damit zur entscheidenden Frage: Wer finanziert so etwas eigentlich? Watson gehört zur Blick-Gruppe in der Schweiz, die wiederum vom Medienkonzern Ringier betrieben wird, jenem Haus, das schon in der Corona-Zeit auffällig staatsnah agierte. Finanziell eng verbandelt mit Förderprogrammen, Werbekampagnen und journalistischen „Partnerschaften“ – natürlich alles völlig unabhängig, wie man versichert.

Betreutes Denken für die Generation Instagram

Was Watson hier produziert, ist nicht Aufklärung, sondern Ablenkung. Eine Art betreutes Denken für die Generation Instagram, verpackt als Nachricht. Wer so etwas schreibt, hat entweder keine Achtung vor seinem Publikum – oder hält es ohne rot zu werden für blöd. Beides ist ein Armutszeugnis.

Was bleibt, ist der Eindruck: Die Leute sollen dumm bleiben. Denn wer sich kritisch mit der Energiewende, mit Strompreisen, Versorgungssicherheit oder Blackout-Risiken beschäftigt, könnte ja auf die Idee kommen, Fragen zu stellen. Kritische Fragen. Unerwünschte Fragen. Dann doch lieber eine Kot-Meldung aus der Antarktis.

image_printGerne ausdrucken

Themen