Sexueller Missbrauch Minderjähriger (Symbolbild:Imago)
[html5_ad]

Massenhafte sexuelle Ausbeutung durch pakistanische Gangs: Britische Regierung rollt Grooming-Skandal neu auf

dad555787e8b40e098088187b67fd9f9

Die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer hat eine zweite landesweite Untersuchung zu den sogenannten Grooming Gangs angekündigt, nachdem entsprechende Forderungen lange zurückgewiesen worden waren. Die überfällige Entscheidung markiert einen Wendepunkt im bisherigen dürftigen Umgang mit einem der größten Missbrauchsskandale der britischen Geschichte. Die systematischen Übergriffe auf schutzbedürftige Mädchen und junge Frauen durch Gruppen überwiegend von Männern pakistanischer Herkunft hatten in Städten wie Rotherham und Rochdale für Entsetzen gesorgt.

Die Grooming Gangs lockten vor allem minderjährige Mädchen aus problematischen sozialen Verhältnissen mit Geschenken, Alkohol und Drogen an, um sie anschließend zu sexuellen Handlungen zu zwingen oder selbst zu vergewaltigen. Besonders schockierend ist, dass Polizei und Behörden in vielen Fällen über Jahre hinweg tatenlos blieben – teils aus Angst, als “rassistisch” zu gelten, teils weil den Opfern nicht geglaubt wurde, aber auch aus Angst vor Racheakten der beteiligten muslimischen Clans.

Politische Konsequenzen weiter überfällig

Eine erste Untersuchung, die sieben Jahre dauerte, deckte bereits gravierende Versäumnisse auf, doch die Umsetzung ihrer Empfehlungen wurde von der konservativen Vorgängerregierung verzögert. Starmer erklärte, eine Überprüfung habe nun ergeben, dass eine zweite Untersuchung notwendig sei, um politische Konsequenzen zu ziehen. Die strafrechtliche Verfolgung der Täter läuft parallel, und zahlreiche Verurteilungen zu langen Haftstrafen sind bereits erfolgt. Dennoch bleibt das Thema politisch brisant: Auch heute noch werden Aufklärungsversuche von Linken und Migrationslobbyisten mit dem Generalverdacht belegt, damit sollten “Stimmung gegen Muslime” gemacht und Migranten “diskriminiert” werden.

Die neue Untersuchung soll Licht in das Ausmaß des Skandals bringen und die Versäumnisse der Behörden weiter aufklären. Für die Opfer und die Öffentlichkeit ist dies ein Schritt hin zu Gerechtigkeit. Doch die Wunden dieses Skandals sind tief. (TPL)

image_printGerne ausdrucken

Themen