Die Spannungen zwischen Israel und Iran sorgen erneut für Schlagzeilen – und angeblich auch für steigende Heizkosten in Deutschland. Diese extrem verkürzte Propagandaherleitung ist so ganz nach dem Geschmack der Palästinenserversteher und “Israelkritiker” im deutschen gebührenfinanzierten Linksfunk. So berichtete “ZDF heute” gestern bereits bangend, dass der Konflikt im Nahen Osten die Energiepreise in die Höhe treibt. Tatsächlich scheinen die israelischen Luftangriffe auch auf die iranische Erdöl-Infrastruktur der willkommene Anlass, um einen neuen Grund für Preissteigerungen zu finden, mit dem dann nach einiger Zeit – in üblicher propagandistischer Verkürzung – vermutlich die hohen deutschen Energiekosten insgesamt begründet werden.
Klar ist: Der Nahe Osten ist ein zentraler Knotenpunkt für die globale Energieversorgung. Konflikte in der Region, wie die eskalierenden Spannungen zwischen Israel und Iran, können durchaus Öl- und Gaslieferungen gefährden, was sich auf die Weltmarktpreise auswirkt. Deutschland, stark abhängig von Energieimporten, spürt solche Schwankungen schnell. Laut Experten könnten Unsicherheiten im Persischen Golf, wo ein Großteil des weltweiten Öls transportiert wird, die Preise für Heizöl und Gas in die Höhe treiben. Dies führt zwangsläufig zu höheren Heizkosten für Verbraucher.
Ablenkung von hausgemachten ideologischen Faktoren
Doch ein genauerer Blick offenbart, dass die Sache natürlich ungleich komplexer ist. Die Energiepreise in Deutschland sind nicht allein von geopolitischen Konflikten abhängig. Seit Jahren steigen sie vor allem wegen unfähiger und verbohrter, fremden Interessen dienender Klientelpolitik, die sich blinde antirussische Ressentiments zu nutze macht und mit absurden Sanktionen eine zuvor bestehende zuverlässige und preiswerte Erdgasversorgung zerstört hat; mindestens ebenso wichtig jedoch sind die Faktoren “Energiewende” und hohe Netzentgelte sowei Steuern und Abgaben.
Insbesondere die Umstellung auf erneuerbare Energien hat die Preise beeinflusst, da Investitionen in Infrastruktur und Subventionen finanziert werden müssen. Die Fokussierung auf den Israel-Iran-Konflikt ist da eine bequeme Ausrede: Statt strukturelle Probleme wie die ineffiziente Umsetzung der Energiewende oder die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen anzugehen, wird die Schuld auf externe Krisen geschoben – und besonders gerne natürlich auf den Allzweck-Prügelknaben Israel. (TPL)























