Raketenstart (Symbolbild:Jouwatch)
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Erzwungener „Atomausstieg“: Trump tritt in den Krieg ein, schwere US-Angriffe auf iranische Atomanlagen

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Heute Nacht war es soweit: US-Präsident Donald Trump verkündete auf seiner Plattform Truth Social einen „sehr erfolgreichen Angriff“ der US-Streitkräfte auf die drei iranischen Atomanlagen Fordo, Natanz und Isfahan. Die Operation, an der Tarnkappenbomber vom Typ B-2 beteiligt waren, zielte darauf ab, das iranische Atomprogramm zu stoppen. Besonders die unterirdische Anlage Fordo, die mit bunkerbrechenden Bomben (GBU-57 MOP) attackiert wurde, galt als strategisch entscheidend. Trump äußerte sich hochzufrieden, alle US-Flugzeuge hätten den iranischen Luftraum wieder sicher verlassen, und sprach von einer „historischen Militäroperation“, die nur das US-Militär leisten könne.

Der Iran bestätigte die Angriffe, bestritt jedoch natürlich, schwere Schäden erlitten zu haben. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna seien die Anlagen teilweise evakuiert gewesen, und Fordo habe “keine irreversiblen Zerstörungen” erlitten. Die Frage ist nun, wie die Islamische Republik weiter vorgeht:  Teheran hatte den USA  zuvor mit Vergeltung gedroht, falls sie in den Konflikt eingreifen sollten, und konket vor Angriffen auf US-Streitkräfte in der Region gewarnt.

Überraschungsmoment ausgespielt

Zuletzt wollte Trump ja eigentlich binnen zwei Wochen über einen möglichen Kriegseintritt entscheiden, und legte vorgestern gar Angriffspläne offen. Ein offenkundig gezieltes Täuschungsmanöver, das es den USA ermöglichte, den Überraschungsmoment des vorgezogenen Angriffe heute Nacht auszuspielen. Tatsächlich war aber immer klar, dass die seit dem 13. Juni von Israel geflohenen Luftangriffe gegen iranische Militär- und Atomanlagen, um den Bau einer Atombombe zu verhindern, von den USA bis zur völligen Beseitigung dieser Gefahr, idealerweise bis zum überfälligen militärischen Sturz des Mullah-Regimes, unterstützt werden würde. Ob und inwieweit Trumps Angriffsbefehl auf Druck Israels erfolgte, das nach Beobachtern allein angeblich nicht in der Lage gewesen wäre, Fordo zu zerstören, ist unklar; Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lobte jedenfalls die „mutige Entscheidung“ als „historischen Wendepunkt“ für Frieden im Nahen Osten.

Natürlich setzte sogleich das Wolfsgeheul der üblichen Appeasementfunktionäre und Israel-Basher ein. UN-Generalsekretär Antonio Guterres wie auch Repräsentanten der Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) warnten vor einer “Eskalation” – als hätte es sich diese durch den Iran seit Jahren gegeben – und möglichen “Umweltfolgen” durch radioaktive Kontamination, was angesichts des globalen Pulverfasses Nahost sicherlich die kleinste Sorge ist. Trump legte inzwischen nach: Er fordert den Iran auf, den Krieg zu beenden, und droht mit noch weitaus heftigeren Angriffen, falls Teheran nicht einlenkt. Gut und richtig so – zumal ein Sturz des Regimes im Interesse des iranischen Volkes wäre. (TPL)

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