Illustration: KI-generiert
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Alles kommt wieder, alles wiederholt sich: Deutsche Bank kündigt IsraelHeute Konto, Raiffeisenverband in Österreich schließt sich an

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Es wiederholt sich alles: Der pro-israelischen Online-Nachrichtenseite Israelheute.com wurden ohne Angaben von Gründen und trotz einwandfreier Geschäftsbeziehung nach 45 Jahren das Konto durch die Deutschen Bank gekündigt. Der österreichische Raiffeisenverband schließt sich an. 

Nach fast 45 Jahren hat die saubere Deutsche Bank dem Onlinemagazin Israel Heute überraschend das Konto gekündigt. Ohne eine konkrete Begründung teilte die Bank lediglich mit, dass sie von ihrem Recht Gebrauch mache, Geschäftsverbindungen jederzeit und ohne Angabe von Gründen zu beenden. Die IsraelHeute betont, es habe keinerlei Mahnungen, finanzielle Probleme oder Unregelmäßigkeiten gegeben. Alles sei stets ordnungsgemäß abgewickelt worden. Für IsraelHeute kommt dieser Schritt völlig unerwartet. Man vermutet, dass möglicherweise die positive Berichterstattung über Israel oder die grundsätzliche Ausrichtung des Mediums der Auslöser sein könnte. Die IsraelHeute Redaktion nimmt an, wenn man das Konto unter dem Namen „Free Palestine“ geführt hätte, es womöglich keine Kündigung gegeben hätte.

Doch damit nicht genug: Fast zeitgleich erhielt IsraelHeute auch vom Raiffeisenverband in Österreich eine Kündigung für das dort geführte Konto. Auch hier erfolgte die Entscheidung ohne Angabe von Gründen und trifft die Redaktion hart, zumal beide Kündigungen quasi gleichzeitig eintreffen.

Die Redaktion äußert ihre Enttäuschung darüber, dass sich Banken so leicht von langjährigen Kunden trennen können, obwohl Israel sich auf internationaler Bühne Respekt verschafft habe, insbesondere durch Maßnahmen gegen Bedrohungen wie das iranische Atomprogramm. Dennoch, so wird angemerkt, scheint in der Bankenwelt ein einziger Paragraf in den Geschäftsbedingungen schwerer zu wiegen als jegliche Dankbarkeit oder Loyalität.

Vielleicht ist es aber schlicht und einfach so, dass man endlich kapieren muss, dass sich alles aktuell wiederholt, dass alles wieder kommt. Das gilt insbesondere für die Deutsche Bank, die zudem als größten Einzelaktionär das wahhabitische Katar in seiner Mitte weiß. Hier einen kleine Auffrischung der Erinnerungslücken zum Themenkomplex „Die Deutsche Bank im „Dritten Reich““:

Frühe Anpassung an das NS-Regime
Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 passte sich die Deutsche Bank rasch den neuen politischen Verhältnissen an. Sie unterstützte die Wirtschaftspolitik der Nazis, die auf Aufrüstung und Autarkie zielte, und profitierte von der wirtschaftlichen Belebung in dieser Zeit.

Arisierung jüdischer Unternehmen
Ein besonders dunkles Kapitel betrifft die sogenannte „Arisierung“. Die Deutsche Bank war direkt beteiligt an der Enteignung jüdischer Unternehmen. Sie vermittelte und finanzierte Übernahmen jüdischer Firmen durch nichtjüdische Käufer – oft zu stark unter Wert. Allein zwischen 1938 und 1939 war die Deutsche Bank an über 300 solcher Geschäfte beteiligt.

Finanzierung des NS-Staates
Die Bank half, die Rüstungsausgaben des NS-Staates zu finanzieren. Sie war an Staatsanleihen beteiligt und stellte Kredite für Unternehmen bereit, die in der Rüstungsindustrie tätig waren.

Verflechtung mit Großkonzernen
Die Deutsche Bank war eng mit großen Industrie- und Chemiekonzernen verbunden, die eine zentrale Rolle in der NS-Wirtschaft spielten, etwa IG Farben. Diese Konzerne profitierten vielfach von Zwangsarbeit und der NS-Kriegswirtschaft.

Expansion in besetzten Gebieten
Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs folgte die Bank der deutschen Wehrmacht in besetzte Länder. Sie eröffnete Filialen in Osteuropa, u. a. in Polen und in der Tschechoslowakei, und beteiligte sich an der Übernahme jüdischer Banken oder Unternehmen in den besetzten Gebieten.

Kurz gesagt: Die Deutsche Bank spielte im Dritten Reich eine bedeutende wirtschaftliche und organisatorische Rolle und trug zur wirtschaftlichen Stabilität und Ausweitung des NS-Systems bei – insbesondere durch die Arisierungspolitik und die Finanzierung der Kriegswirtschaft.

Ganz besonders leckere Zeitgenossen freuen sich aber ganz besonders – wie 1933 –  dass die Deutsche Bank wieder aktiv wird:

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(SB)

 

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