Verstörende Vorfälle politischer Gewalt und Bedrohung – einmal mitten im Landtagsgebäude, dem Münchner Maximilianeum, und mehrfach am Wohnsitz – sorgen für Empörung in der bayrischen AfD-Fraktion: Franz Schmid, AfD-Abgeordneter musste am Wochenende feststellen, dass an seinem zwischen dem 23. und 27. Juni 2025 in der Tiefgarage des Maximilianeums abgestellten Fahrzeug ein Aufkleber mit der Botschaft „CSD STATT AfD – Gruene.de“ angebracht wurde. Na und, wird sich mancheiner fragen – ein banaler Vorgang. Brisant dabei allerdings: Da die Tiefgarage nur mit einem Hausausweis zugänglich ist, kommt also Täter nur ein Abgeordnetenkollege oder ein Angestellter des Landtags in Frage. Hier stellt sich nun zum einen die Frage, woher das Kennzeichen bekannt ist und die Zuordnung gezielt dieses einen Fahrzeugs Schmids (unter vielen hundert anderen) möglich war.
Der dumme Streich deutet auf einen gezielten Akt hin – möglicherweise unter Nutzung interner Informationen oder unbefugter Datenabfragen, da das Fahrzeug keine persönlichen oder politischen Kennzeichen aufweist. Doch das war nicht alles: Wenig später, in der Nacht von Samstag auf Sonntag, eskalierte die Situation: Vor Schmids Wohnsitz wurde ein Flatterband mit der Aufschrift „AfD-Verbot.de“ sowie eine Regenbogenfahne aufgestellt. Beide Vorfälle stehen offenkundig im Zusammenhang mit Schmids Auftritt bei einer AfD-Veranstaltung am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Neu-Ulm. Dort wurde sein Erscheinen von der linksradikalen Szene als Provokation wahrgenommen.
“Wir wissen, wo du wohnst”
Plakate mit Parolen wie „Free Maja“ – eine Anspielung auf eine in Ungarn wegen versuchten Mordes gesuchte “Trans-Person” Simeon T. (Mitglied der blutrünstigen linksextremen ”Hammer-Bande”) – unterstreichen die aggressive Stimmung. Der aus dem Wahlkreis Schwaben unweit Neu-Ulm stammende Schmid und seine Familie werten die Vorfälle als gezielten Einschüchterungsversuch: „Die Botschaft ist klar: ‚Wir wissen, wo du wohnst. Wir wissen, welches dein Auto ist.‘“ Der AfD-Abgeordnete fordert von Landtagspräsidentin Ilse Aigner nun die sofortige Auswertung der Überwachungskameras in der Tiefgarage und außerdem vom Landtagspräsidium eine klare Stellungnahme zum Schutz aller Abgeordneten – und zwar ohne Allgemeinplätze und Maßnahmen, unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit.
Schmid verweist auf ähnliche Angriffe gegen AfD-Kollegen wie Tino Chrupalla oder Dr. Rainer Rothfuß in der Vergangenheit, deren Fahrzeuge abgefackelt oder Wohnhäuser attackiert wurden. „Ich lasse mich nicht einschüchtern“, betont Schmid; er erwarte aber, dass das Landtagspräsidium solche Vorfälle ernst nimmt und “transparent aufarbeitet.“ Aigner hat er eine Frist zur Rückmeldung von einer Woche gesetzt. Man darf gespannt sein, ob der umgekehrt bei angeblichen “rechten” Übergriffen so hysterische Linksstaat hier ebenfalls klare Kante zeigt… (TPL)























