Nachdem die Politik nicht gewillt oder nicht in der Lage ist, den Bürgern dieses Landes Sicherheit zu garantieren, müssen sich diese nun selbst darum kümmern. So wie in Harsefeld, wo eine „Jugendbande“ die Gemeinde terrorisiert. Nun hat sich eine Bürgerwehr gegründet.
In der niedersächsischen, 14 800- Einwohner-Gemeinde Harsefeld spitzt sich die Sicherheitslage dramatisch zu: Eine aggressive Jugendgruppe unterhält ein regelrechtes Terror-Regime in der Kleinstadt. Seit rund einem Jahr attackieren die Jugendlichen immer wieder Gleichaltrige mitten auf öffentlichen Plätzen, etwa in der Nähe von Schulen. Auch Schutzgelderpressung, Drogenhandel und körperliche Übergriffe sind an der Tagesordnung. Schüler werden von der Bande brutal zusammengeschlagen, durch Schläge und Tritte auf den Kopf sogar der Tod der Opfer in Kauf genommen. Zwei Schulleitungen und das Jugendamt vom Landkreis Stade haben bereits mit einem Warnbrief an die Eltern reagiert. Bislang landete jedoch kein einziger Fall vor Gericht.
Die örtliche Polizei ist personell völlig überlastet – regelmäßig leidet der operative Dienst an dramatischer Unterbesetzung. Noch vor zwei Tagen fragte sich jouwatch, wann die Bürger in Harsefeld ihre Sicherheit selbst in die Hand nehmen und eine Bürgerwehr gründen. Dies scheint nun der Fall zu sein, wie die Bildzeitung berichtet.
Als Reaktion auf die ausbleibende Polizeipräsenz formierte sich eine Bürgerwehr, die inzwischen regelmäßig durch Harsefeld patrouilliert. Die Bürger nicht mehr schützen können, meldet der zuständige Polizeisprecher jedoch „Bedenken“ an: Die Polizei finde es ganz „gruselig“. „Selbst tätig werden ist natürlich auf gar keinen Fall angesagt.“
Mutmaßlich, nachdem die Politik nicht gewillt oder nicht in der Lage ist, für grundlegenden Änderungen zu sorgen und endlich ihre ursächliche Aufgabe wahrnimmt, nämlich für die Sicherheit der Bürger zu sorgen, wird die Bürgerwehr in Harsefeld nicht die letzte bleiben.
(SB)























