Keine Rücknahme von Flüchtlingen – zulasten der EU-“Partner”?(Symbolbild:Shutterstock)
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EU-Asylregeln werden nur von Deppen-Deutschland befolgt: Italien nimmt keine Migranten von uns zurück

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Im Halbjahr 2025 hat Deutschland “nur” 20.574 Übernahmeersuchen an andere EU-Länder gestellt, um Migranten gemäß dem Dublin-Abkommen zurückzuführen. Dieses sieht vor, dass Asylbewerber ihr Verfahren in dem EU-Land durchlaufen, in dem sie zuerst registriert wurden. Besonders brisant: Italien, das für 3.824 Migranten zuständig war, nahm keinen einzigen zurück, obwohl es 4.477 Ersuchen zustimmte.

Die Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zeigen, dass nur 3.109 Migranten (ca. 15 %) tatsächlich zurückgeführt wurden. Italien blockiert seit 2022 systematisch Rücknahmen, mit Verweis auf hohe Asylzahlen. Diese Haltung verschärft die Krise des Dublin-Systems, das laut Experten wie Daniel Thym (Uni Konstanz) „nicht hinreichend funktioniert“. Gründe sind ineffiziente Behörden, einfache Rückreisen (z. B. eine Busfahrt von Mailand nach Deutschland kostet unter 20 Euro) und fehlende EU-Sanktionen.

Asylsystem funktioniert schlicht und ergreifen nicht

Auch andere Länder kooperieren kaum: Griechenland nahm 20 von 3.554 angefragten Migranten zurück, Kroatien 305 von 2.830, Bulgarien 119 von 1.561. Umgekehrt nahm Deutschland 2.326 von 7.937 angefragten Migranten aus anderen EU-Ländern zurück (ca. 29 %). Das alles zeigt: Die EU- ist eine weltfremde autoritäre Kopfgeburt.

CDU-Politiker Carsten Linnemann fordert zwar mal wieder einen „Politikwechsel“ und schärfere Grenzkontrollen, da das Asylsystem „nicht funktioniert“, doch die Union denkt nicht im Traum daran diesbezüglich etwas zum ändern.  Italien hingegen hat durch Abkommen mit Tunesien und striktere Küstenkontrollen die Migrantenströme reduziert. Kritiker sehen darin Kalkül: Italien entlastet sich, während Deutschland die Hauptlast trägt. Die EU steht vor der Herausforderung, das Dublin-System zu reformieren, um eine gerechtere Verteilung zu gewährleisten. (TPL)

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