Nachdem der Konflikt um die von der SPD als Verfassungsrichterin nominierte linksextreme Abtreibungsfanatikerin Frauke Brosius-Gersdorf sich seit über einer Woche stetig zuspitzt, ist man auch beim staatshörigen Gremien- und Verbändekatholizismus zu dem Eindruck gelangt, dass man sich zu der Personalie vielleicht doch äußern müsste – und dies sogar ablehnend.
Irme Stetter-Karp, die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK),
ließ nun verlauten: „Dass eine Kandidatin für das Amt der Bundesverfassungsrichterin öffentlich erklärt, es gebe ‚gute Gründe dafür, dass die Menschenwürdegarantie erst ab Geburt gilt‘, beunruhigt mich sehr. Ich würde sie aufgrund dieser Position nicht wählen können“. Sie werde der Entscheidung des Bundestags „große Aufmerksamkeit widmen, gibt sie doch ein Zeichen für die Zukunft in unserem Land“, so Stetter-Karp weiter und betonte: „Menschliches Leben ist Leben von Anfang an! Es ist inakzeptabel, ihm in seinen neun Monaten im Mutterleib keine Menschenwürde zuzusprechen.“
Dabei war ausgerechnet sie es, die vor drei Jahren öffentlich gefordert hatte, es sei „sicherzustellen, dass der medizinische Eingriff eines Schwangerschaftsabbruchs flächendeckend ermöglicht wird“. Insbesondere im ländlichen Raum sei das derzeit aber nicht der Fall, hatte sie beklagt. Die von der Ampel-Regierung durchgesetzte Abschaffung des Paragrafen 219a, der ein Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche beinhaltete, hatte das ZdK generell positiv bewertet, wie Stetter-Karp damals ebenfalls mitteilte. Dass die katholische Kirche in Deutschland so jemanden in ihren Reihen duldet, obwohl die katholische Lehre Abtreibung grundsätzlich strikt ablehnt, außer, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist, sagt an sich schon alles über den Zustand dieser Kirche aus, die -genau wie die evangelischen Kollegen- längst fester Bestandteil des von der Allgemeinheit zwangsfinanzierten NGO-Molochs ist. Auch Prälat Karl Jüsten, der Leiter des katholischen Büros in Berlin, kritisierte: „Wenn ein nach Entwicklungsstufe und Lebensfähigkeit des Menschen abgestuftes Lebensschutzkonzept vertreten und die Menschenwürde des ungeborenen Lebens infrage gestellt wird, bedeutet dies einen verfassungsrechtlichen Paradigmenwechsel.“ Dies könne „Auswirkungen auf die Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens in verschiedenen Lebenssituationen haben“, also auch für alte und kranke Menschen.
Für Queer und bunt trommeln – und jetzt plötzlich laut werden
Allerdings war auch Jüsten erst vor wenigen Monaten dadurch aufgefallen, dass er eigenmächtig und im Verbund mit Prälatin Anne Gidion, der Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, eine Erklärung herausgegeben hatte, die die Pläne von CDU und CSU zu einer verschärften Asylpolitik scharf kritisiert hatte. Beide hatten den Eindruck erweckt, im Namen ihrer Kirchen zu sprechen. Bischöfe und katholische Büros im ganzen Land hatten sich von der Erklärung jedoch distanziert und Jüstens Vorgehen teils deutlich verurteilt. Aber selbst das war noch verlogen, da beide Kirchen sich nach Kräften am Kampf des Linkstaates gegen die AfD beteiligen, obwohl deren Positionen mit weitem Abstand am nächsten zur eigentlichen christlichen Lehre liegen, die den Kirchen in Deutschland aber schon lange nur noch ein lästiges Hindernis bei ihrer Unterwerfung unter den Staat ist, der ihnen die Kirchensteuer einstreibt und ihre sonstigen Privilegien erhält.
Ihre Kritik an Brosius-Gersdorf ist daher zwar inhaltlich richtig, aber dennoch völlig unglaubwürdig, da die Kirchen den Staat, der von Gestalten wie ihr beherrscht wird, nach Kräften umschmeicheln und sich am Kampf gegen die rechts-konservative und oft auch religiös motivierte Opposition gegen die linke Vorherrschaft beteiligen. Ohne dass enorme mediale Echo, das die Nominierung von Brosius-Gersdorf hervorgerufen hat, hätten auch die Kirchen sich bedeckt gehalten und keinen Anlass gesehen, sich kritisch zu Wort zu melden. Ihre Heuchelei ist daher ebenso groß wie die des größten Teils der Union, die sich auch nur noch dann auf das Christentum beruft, wenn es ihr nützlich erscheint. (TPL)























