Eine Elfjährige macht Abitur. Damit daraus eine rührselige Migrationsmärchen wird, lügt ein, durch islamistische und antisemitische Ausfälle bekannter Aktivist kurzerhand eine afghanische Herkunft dazu, und alle klatschten begeistert mit – denn die Lüge war schöner als die Wahrheit.
Es war einmal ein Mädchen, das mit elf Jahren Abitur machte. Ihr Name: Lina Heider. Ihre Herkunft? Angeblich afghanisch – Hazara, um genau zu sein. Diese Geschichte verbreitete sich in Windeseile in sozialen Netzwerken und Medien, getrieben von der süßen Versuchung, eine Leistung nicht als individuelle Brillanz zu feiern, sondern das ganze gleich als politisches Symbol in einer ach so dringend herbeigesehnten islamischen Migrationserfolgsstory zu verpacken.
Und wie bei jedem guten Märchen gab es einen Erzähler. In diesem Fall: Tarek Baé, ein Aktivist, der nicht nur durch linke Pose, sondern auch durch islamistische und antisemitische Töne aufgefallen ist. Das Geschichtlein dahinter: Lina und ihre Familie stamme eigentlich aus Afghanistan. Medien würden dies nur gezielt verschweigen. Der umtriebige Baé hat rund 400.000 Follower in den sozialen Medien. In einem Instagram-Post formuliert er den Vorwurf: „Ihre Eltern flüchteten aus Afghanistan nach Deutschland. Das erwähnt kein Medium.“
Einmal in die Welt gesetzt, wurde aus der Erzählung rasch eine gefühlte Wahrheit. Influencer, Politiker, Aktivisten, Mainstreammedien – alle sprangen auf den Zug auf, ohne sich die Mühe zu machen, die Fakten zu prüfen. Warum auch? Die Geschichte war zu perfekt. Eine muslimische Migrantin, Hazara, Opfer der Taliban, trotzt allem und steht am deutschen Gymnasium triumphierend mit nur elf Jahren mir der Abiturnote in der Hand. Ein Symbol, wie man es sich in Redaktionen und Aktivismusblasen nicht besser hätte ausdenken können.
Dumm nur: Es war ausgedacht. Die Eltern stammen weder aus Afghanistan, noch gehört Lina der Hazara-Minderheit an. Die Familie erklärte gegenüber ZDFheute, sie sei in Deutschland geboren, ohne die herbeiphantasierte Fluchtvergangenheit. Der Versuch, ihr Talent zur Migrationsparabel umzudichten, war schlicht eine politische Zwecklüge – und ein Lehrstück über eine mediale Öffentlichkeit, die lieber Haltungsjournalismus betreibt als Tatsachenprüfung.
Baé ruderte nach der Aufdeckung halbherzig zurück, sein Post bleibt jedoch weiter online. Mittlerweile korrigierte Baé seinen Beitrag. „Eine afghanische Herkunft wird von Medien nicht erwähnt. Die Information kam aus der afghanischen Hazara-Community. Korrektur: Die Eltern sind nicht aus Afghanistan geflüchtet. Ich habe mich bei der Familie für die Weiterverbreitung entschuldigt. Beitrag bleibt wegen Korrektur vorerst online)“
Die fanatische Realitätsferne der linken Szene macht vor gar nichts halt.
Herr @Tarek_Bae, richtig gut hinbekommen. Faktenfrei einen rausgehauen und die ganze Familie damit belästigt. Ihr demaskiert euch permanent und es wird immer pietätloser.https://t.co/uPtcWgMjEm pic.twitter.com/GAGCZMH4MR— Manuel Ostermann (@M_Ostermann) July 12, 2025
(SB)























