Oktoberfest: Neuerdings digitale Totalüberwachung auch des Zahl- und Konsumverhaltens (Symbolbild:Shutterstock)
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Great Reset auf dem Oktoberfest: Erstes Wiesn-Zelt akzeptiert kein Bargeld mehr

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Soll das “Fortschritt” sein – oder nicht viel eher der Weg in die fiskalische, konsum- und klimatotalitäre  Überwachungsfalle? Das Oktoberfest 2025 geht nun auch den Weg der Bargeldabschaffung: Erstmals akzeptiert ein Festzelt ausschließlich Kartenzahlungen und digitale Bezahldienste wie Apple Pay oder Google Pay. Was laut Betreibern Bequemlichkeit und Effizienz steigern soll, ist in Wahrheit ein Weg . Doch hinter der modernen Fassade lauern ernsthafte Bedenken: Ist dies der nächste Schritt zur Abschaffung des Bargelds und damit zur totalen Kontrolle über unser Konsumverhalten?

Befürworter der bargeldlosen Zahlung preisen die Vorteile: Schnellere Transaktionen, weniger Diebstahlrisiko und eine moderne, digitale Infrastruktur. Gerade auf dem Oktoberfest, wo große Menschenmengen und hohe Umsätze zusammenkommen, scheint dies praktisch. Doch die Kehrseite ist alarmierend. Bargeld ist anonym – Kartenzahlungen sind es nicht. Jede Transaktion hinterlässt eine digitale Spur, die von Banken, Tech-Konzernen und potenziell auch staatlichen Stellen nachverfolgt werden kann. In einer Zeit, in der Datenschutzskandale an der Tagesordnung sind, wirft dies Fragen auf: Wer speichert diese Daten? Wie lange?

Kein anonymes Bezahlen mehr

Und wozu könnten sie genutzt werden?Kritiker sehen darin einen weiteren Schritt Richtung Überwachungsgesellschaft. Marc Friedrich, Finanzexperte und Autor, warnt vor der Abschaffung des Bargeldes als Werkzeug zur Kontrolle: „Ein digitaler Euro ist nichts anderes als das Fiatgeld-System, nur zu 100 Prozent digitalisiert.“ Die Einführung digitaler Währungen wie dem geplanten digitalen Euro der EZB bis 2025 verstärkt diese Bedenken. Ohne Bargeld verliert der Bürger die Möglichkeit, anonym zu bezahlen – ein Grundrecht, das in einer freien Gesellschaft unverzichtbar ist.

Zudem schließt die Bargeldabschaffung Menschen ohne Zugang zu digitalen Zahlungsmitteln aus. Ältere Generationen oder sozial Schwächere, die oft kein Smartphone besitzen oder Konten meiden, könnten vor verschlossenen Türen stehen. Auch technische Probleme wie Serverausfälle oder Cyberangriffe könnten das Fest lahmlegen. Schon jetzt klagen Nutzer auf Plattformen wie X über die Entwicklung: „Das geht mit der Bargeldabschaffung zu weit“, schreibt ein User.Das Oktoberfest steht für Tradition, doch dieser Schritt zeigt, wie schnell Traditionen durch Technologie verdrängt werden können. Fortschritt ist wichtig, aber nicht um den Preis unserer Freiheit. Bargeld muss als Option erhalten bleiben, um Anonymität und Inklusion zu gewährleisten. Sonst droht das „O’zapft is!“ bald nur noch digital zu erklingen – mit weitreichenden Konsequenzen für uns alle. (TPL)

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