Wurde wunschgemäß watteweich behandelt und geschont: Merz mit den beiden ARD-Hofjournalisten Weber und Preiß (Foto:ScreenshotYoutube)
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Schmerzfreier Kanzler meets Aktuelle Kamera: Peinliches ARD-Sommerinterview mit Merz

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Zwei Tage, nachdem er selbst und sein unsäglicher Fraktionsvorsitzender Jens Spahn sich bis auf die Knochen blamiert haben, weil die Wahl dreier neuer Verfassungsrichter durch den Bundestag verschoben werden musste, da die Unionsfraktion nicht bereit war, die Wahl der von der SPD nominierten linksradikalen Abtreibungsfanatikerin Frauke Brosius-Gersdorf einfach abzunicken, war Bundeskanzler Friedrich Merz im ARD-Sommerinterview zu Gast. Dabei bemühte er sich nach Kräften, das Totaldebakel vom Freitag, das sich die ganze Woche über abgezeichnet und zu dem er selbst beigetragen hatte, nach Kräften herunterzureden und zu bagatellisieren. „Das war am Freitag nicht schön, aber das ist nun auch keine Krise, keine Krise der Demokratie, keine Krise der Regierung“, so Merz. Man könne Abgeordneten „keine Befehle von oben geben“, meinte er, obwohl er und Spahn genau das versucht hatten. Die Ereignisse rund um die abgeblasene Richterwahl führte er nun darauf zurück, dass man sich in der Koalition wegen des „sehr, sehr straffen Programms“ der vergangenen zehn Wochen wohl etwas überfordert habe. Bislang habe man zahlreiche Vorhaben und Gesetzesentwürfe durchgebracht, da sei die gescheiterte Wahl „kein Beinbruch“. Überhaupt habe die Richter-Wahl nicht die Bedeutung, die ihr medial zugemessen werde.

Seine „feste Überzeugung“ sei, „dass große Teile der Bevölkerung das bestenfalls aus dem Augenwinkel betrachten“. Warum es so massive Widerstände gegen Brosius-Gersdorf gab, wenn das Thema doch angeblich so nebensächlich ist, erklärte Merz nicht. Immerhin rang er sich das Eingeständnis ab, dass man die „Unruhe“ in der Union, aber auch in der SPD unterschätzt habe. „Das wird uns nicht noch einmal passieren“, versicherte er. Wie es nun konkret mit Brosius-Gersdorf weitergehen soll, ob die Union vielleicht doch noch bereit, sie zu wählen oder ob er der SPD die Nominierung einer anderen Kandidatin nahelegen werde, sagte Merz nicht. Er schwurbelte sich mit Worthülsen um die Blamage herum und zeigte seine übliche Arroganz und Gönnerhaftigkeit. Und sein Interviewer Markus Preiß – assistiert von dem nervigen System-Quietscheentchen Amelie-Marie Weber (die “Tagesschau”-Social-Media-Chefin, die sich gerade erst letzten Monat mit einem Beitrag über religiöse Extremisten im Fußball, in dem es dann nur um radikale Christen ging, lächerlich gemacht hatte) – bestätigte wieder einmal, dass von der ARD keine Aufklärung im Sinne ihres Senderauftrags mehr zu erwarten ist.

Ganz im Sinne des Senderauftrags

Zwar verwendete Preiß fast die Hälfte des Interviews auf die gescheiterte Richterwahl, warum genau Brosius-Gersdorf eine solche Ablehnung entgegenschlägt, erfuhren die Zuschauer aber nicht – so wie die selbsternannten „Qualitätsmedien“ die ganze Zeit nicht über die Hintergründe informierten. Das Brosius-Gersdorf Abtreibungen bis unmittelbar vor der Geburt erlauben will, obwohl das Bundesverfassungsgericht sich in seiner Rechtsprechung eindeutig für den Schutz des ungeborenen Lebens ausgesprochen hat; dass sie ihre Zustimmung für ein AfD-Verbot bekundet; sich für eine Corona-Impflicht ausgesprochen und eine Menge anderer völlig indiskutabler Standpunkte vertreten hat, erklärte auch Preiß seinem Publikum nicht. Stattdessen beschränkte er sich im Gespräch mit Merz darauf, in staatstragender Pose immer wieder die Handlungsfähigkeit der Regierung infrage zu stellen, als ob dies die primäre Sorge eines Journalisten sein müsste. Dass Merz auf die Frage der AfD-Abgeordneten Beatrix von Storch, ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren könne, eine Kandidatin zu wählen, „für die die Würde eines Menschen nicht gilt, wenn er nicht geboren ist“, süffisant und herablassend mit „ja“ antwortete und damit einen Markenkern seiner Partei achselzuckend beerdigte, sprach Preiß ebenfalls nicht an – schließlich kam die Frage, die Merz entlarvte und den Unmut in seiner Fraktion wohl endgültig auf den Siedepunkt brachte, von der AfD. Wer die Woche über das Programm der ARD verfolgt hat, weiß de facto nicht, warum so viele Unionsabgeordnete die Wahl von Brosius-Gersdorf nicht mittragen wollten.

Es ist eine abermalige Bankrotterklärung des ÖRR, der seine Zwangsgebührenzahler nicht informiert, sondern ihnen nur vorgefilterte Pseudonachrichten präsentiert, die das Wesentliche einfach weglassen, weil er das Linkskartell, dessen integraler Teil er ist, schützen will und die Ansichten von Brosius-Gersdorf teilt, zugleich aber weiß, dass die Mehrheit seiner Zuschauer dies nicht tut. Deshalb lässt er sie im Dunkeln tappen. Von der „Aktuellen Kamera“ der DDR ist er endgültig nicht mehr zu unterscheiden. Dass die anderen Linksmedien ihr Publikum belügen und manipulieren, ist schlimm genug, bei ARD und ZDF kommt zum journalistischen Offenbarungseid aber auch noch der glatte Betrug an den Menschen, denen jedes Jahr rund zehn Milliarden Euro abgepresst werden, um diesen völlig aus der Zeit gefallenen Moloch zu mästen. (TPL)

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