Es trifft vor allem junge Erwachsene: Abhängigkeit, Rauschzustände, Psychosen: Immer mehr Menschen müssen sich wegen unerwünschter Folgen ihres Cannabis-Konsums ärztlich behandeln lassen.
Die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland sorgt bereits vor und auch kurz nach ihrem Inkrafttreten für kontroverse Diskussionen. Vorangetrieben wurde das Gesetz maßgeblich von Genosse Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der sein Vorhaben trotz erheblicher Kritik durchdrückte.
Danke, Karl für Nichts! Denn: Aktuelle Zahlen der KKH Kaufmännische Krankenkasse werfen ein düsteres Licht auf die Entwicklung: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 250.500 Menschen wegen psychischer und Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit Cannabiskonsum ärztlich behandelt – ein neuer Höchststand. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 14,5 Prozent. Hochgerechnet entspricht dies 30 Fällen pro 10.000 Einwohner.
Besonders betroffen sind junge Erwachsene zwischen 25 und 29 Jahren: Hier liegt die Zahl der behandelten Fälle bei 95 pro 10.000 Einwohner, also mehr als dreimal so hoch wie der bundesweite Durchschnitt. Auch in der Altersgruppe der 45- bis 49-Jährigen ist die Entwicklung auffällig, dort stiegen die Fälle um fast 25 Prozent gegenüber 2023.
Die Zahlen legen nahe, dass die Teillegalisierung nicht ohne gesundheitliche Folgen bleibt. Fachleute warnen seit langem vor den Risiken eines häufigen Cannabiskonsums, der vor allem bei jungen Menschen die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen und psychische Erkrankungen begünstigen kann. Befürchtet wird zudem, dass die gesellschaftliche Wahrnehmung von Cannabis als vermeintlich „harmlose Droge“ den Konsum weiter ansteigen lässt.
Die Debatte über die Cannabis-Politik dürfte angesichts dieser dramatischen Entwicklungen nicht abreißen. Während Lauterbach und die Befürworter der Legalisierung weiterhin mutmaßlich ihre Entscheidungen verteidigen und schön reden, fordern Kritiker strengere Regeln und ein Umdenken. Denn hinter diesen Statistiken stehen reale Schicksale von Menschen, Herr Lauterbach!
(SB)























