Der Grünen-Abgeordnete Janosch Dahmen, der es zu bundesweiter Bekanntheit brachte, indem er sich während des Corona-Regimes durch ganz besonderen Fanatismus hervortat, hat ein bereits zwei Wochen altes Interview mit dem Tech-Milliardär Peter Thiel hervorgekramt, um wieder einmal die angebliche rechtsradikale Bedrohung herbeizuschreien. Dabei zeigte er jedoch nur, dass seine Englischkenntnisse sich etwa auf dem Niveau seiner Parteifreundin Annalena Baerbock bewegen.
Thiel hatte erklärt, die drei größten Einflussfaktoren im zerfallenden Europa seien die grüne Klimaideologie, die islamische Scharia und der chinesische Kommunismus, wobei die Klimaideologie vielleicht noch das sei, woran die Europäer am stärksten glauben würden. Dahmen machte daraus die Behauptung: „Grüne seien weit gefährlicher als Islamismus oder Kommunismus – sagt Peter Thiel im „New York Times“-Interview. Wer verstehen will, warum Europa, Klimaschutz & regelbasierte Ordnung zum Feindbild der neuen Rechten geworden sind, sollte hinschauen und fragen wer hier Thiels Nähe sucht.“ Dieses Gefasel hatte nichts mit dem zu tun, was Thiel in dem Interview-Ausschnitt sagte, den Dahmen verlinkte, sondern lieferte nur wieder einmal den Vorwand, das übliche Lamento anzustimmen.
Peter Thiel grundfalsch übersetzt
Ausgerechnet Dahmen, dessen Freiheitsfeindlichkeit sogar nach Grünen-Maßstäben noch extrem ist, spielt hier den Hüter Europas vor der „Neuen Rechten“. Noch Anfang 2022 hatte er gefordert: „Wer die Pandemie überwinden und die Freiheit zurückhaben will, sollte für die Impfung sein. Leider zeigt sich, dass im Moment noch zu viele ihre Freiheit zur Nicht-Impfung nutzen und damit die Freiheit von allen Menschen in Deutschland einschränken.“ Wer die Impfung verweigert, sollte mit Bußgeldern dazu gezwungen werden. Dies ist nur eine seiner zahllosen ähnlichen Äußerungen, deren Aggressivität und Brutalität sogar noch das übertrafen, was Karl Lauterbach regelmäßig von sich gab.
Eine Corona-Aufarbeitung lehnt Dahmen natürlich ab, weil dabei angeblich die Gefahr bestehe, „dass es am Ende eher ein Kampf um Deutungshoheiten und nachträgliche Schuldzuweisungen wird und damit weiteres Vertrauen der Bevölkerung verloren geht“. Er täte also besser daran, sich und der Öffentlichkeit einmal Rechenschaft über sein eigenes Verhalten abzulegen, als solchen Unsinn abzusondern und die Aussagen Thiels aus dem Zusammenhang zu reißen. Außerdem wäre ihm zu empfehlen, -vielleicht gemeinsam mit Baerbock-, einen Englischkurs zu absolvieren. (TPL)























