Man muss bei allem, was von dieser Regierung kommt, die Zusammenhänge erkennen:
Unter der Scharia, dem islamischen Recht, ist der Konsum von Alkohol grundsätzlich verboten. Der Koran stuft alkoholische Getränke als „khamr“ ein, was als berauschend gilt und in mehreren Versen (z. B. Sure 5:90-91) als etwas beschrieben wird, das von Gläubigen gemieden werden soll, da es Sünde, gesellschaftlichen Schaden und Ablenkung vom Glauben fördert. Dieses Verbot wird in der Mehrheit der islamischen Rechtsschulen (z. B. Hanafi, Maliki, Schafi’i, Hanbali) als absolut interpretiert, wobei einige wenige Ausnahmen (z. B. medizinische Notwendigkeit) diskutiert werden, aber auch diese sind stark reglementiert. (GROK)
Und nun hat – natürlich rein zufällig – der Bundesdrogenbeauftragter Hendrik Streeck (CDU) einen Plan, um Deutschland von der „Geißel“ des Feierabendbiers zu befreien: Alkohol soll aus der Quengelgasse im Supermarkt verbannt werden, damit trockene Abhängige nicht bei jedem Einkauf schwitzend an der Kasse stehen.
Auch Tankstellen sollen aufhören, Autofahrern Bier für die Fahrt zu verkaufen – denn wer braucht schon ein kühles Pils auf dem Weg zur Arbeit? Natürlich sind das alles nur „Gedankenspiele“, um einen „Kulturwandel“ heraufzubeschwören, weil Aufklärung alleine ja noch nie jemanden vom Glas Wein abgehalten hat.
Für Jugendliche wird’s richtig streng: Das begleitete Trinken ab 14 soll weg, weil Sekt mit Mama offenbar die Jugend ruiniert. Stattdessen schlägt Streeck ein Schulfach „Gesundheit“ vor, in dem Kids etwas über die Gefahren von Alkohol lernen sollen.
Das ist natürlich völlig albern und überflüssig, schließlich wissen wir, dass gerade bei Jugendlichen das „Verbotene“ einen besonderen Reiz ausübt.
Aber Hauptsache, man kann mal wieder etwas verbieten, das hat Streeck von den Grünen gelernt, oder sich das direkt bei den Islamisten abgeguckt. Und da Deutschland ja angeblich in ein Kalifat umgewandelt werden soll, unterwirft sich der Drogenbeauftragte lieber jetzt schon.
Die Reaktionen sind alles andere als positiv:
Wolfgang Kubicki schreibt:
Es gibt in diesem Land kaum ein Problem, zu dem nicht irgendeinem Politiker ein Verbot einfällt. Dahinter steckt nicht nur der kindliche Irrglaube, man könne Probleme einfach verbieten, sondern auch eine fatale Entwicklung: Freiheitseinschränkungen werden zunehmend als politischer Leistungsnachweis umgedeutet. Dabei ist die Einschränkung der Freiheit als politisches Gestaltungsmittel vor allem ein Eingeständnis des Scheiterns – insbesondere dort, wo wir eigentlich auf die Stärke der liberalen Gesellschaftsordnung vertrauen und gewisse Risiken aushalten sollten.
Natürlich sind die Linken beim Thema „Verbot“ mit dabei. Janine Wissler schreibt:
Wessen Freiheit soll denn dadurch eingeschränkt sein, dass Alkohol nicht mehr in der „Quengelzone“ an der Kasse zu finden ist? Man kann weiterhin Alkohol im Supermarkt kaufen, warum muss er dort stehen, wo alle vorbei müssen – auch Menschen, die ein Alkoholproblem haben?
Dabei wissen wir alle, was passiert, wenn man nur noch „auf Umwegen“ an den Stoff kommt:
Die Prohibition war ein landesweites Verbot des Verkaufs, der Herstellung und des Transports von alkoholischen Getränken in den Vereinigten Staaten, das von 1920 bis 1933 in Kraft war.
Sie wurde durch den 18. Verfassungszusatz eingeführt, der am 16. Januar 1919 ratifiziert wurde, und durch den Volstead Act umgesetzt, der die genauen Regelungen festlegte. Ziel war es, soziale Probleme wie Armut, Kriminalität und Alkoholmissbrauch zu bekämpfen, getrieben von der Abstinenzbewegung und religiösen Gruppen.
In der Praxis führte die Prohibition jedoch zu einem Aufschwung des Schwarzmarkts, organisierten Verbrechens (z. B. der Mafia) und illegalen Brennereien. Schmuggel („Bootlegging“) und private „Speakeasies“ (geheime Bars) blühten auf.
Die Durchsetzung war schwierig, da viele Amerikaner das Verbot ignorierten. Aufgrund der sozialen und wirtschaftlichen Probleme sowie der mangelnden Akzeptanz wurde die Prohibition 1933 durch den 21. Verfassungszusatz aufgehoben.
Ironischerweise führte sie nicht zur erhofften moralischen Erneuerung, sondern stärkte die organisierte Kriminalität und machte Alkohol in der Popkultur paradoxerweise noch glamouröser.
Also geht es Streeck doch nicht darum, die Jugend schariakonform umzuerziehen? Möchte er lieber wieder mafiöse Verhältnisse schaffen?
Vielleicht lernt auch Streeck mal, dass Drogen zur Menschheit gehören und der Staat sich da gefälligst heraushalten sollte.























