In Aachen sorgte ein vermeintlich rassistischer Brandanschlag auf ein indisches Restaurant für Schlagzeilen und die üblichen Entrüstungsreaktionen eines Milieus, das permanent nach realen Bestätigungen und Beweisen für das dauerbeschworene Phantom des angeblich grassierenden Rechtsextremismus lechzt wie ein Halbverdursteter in der Wüste nach einem Tropfen Wasser. Doch auch diesmal erwies sich der Seelenbalsam einer endlich wieder mal konkreten rassistischen Nazi-Straftat als Fata Morgana – denn die Ermittlungen der Aachener Behörden nahmen eine überraschende Wendung: Der Geschäftsführer und sein Bruder sollen den Anschlag selbst inszeniert haben, um Versicherungsgelder zu erschleichen.
Am 26. Juni 2025 zündeten die beiden Männer, so die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, selbst einen Gebetsteppich und einen Stuhl an und sprühten rechtsextreme Symbole auf Wände, Böden und Möbel – allerdings in einer so infantilen und unbeholfenen Form und mit sprachlich derartig absurden Fehlern (“Ausländer Drecks”, “Dein esen ist scheise”), dass früh Zweifel an der These von einheimischen “Rechten” als Täter aufkamen. Das Feuer wurde von einem Passanten gelöscht, bevor es größeren Schaden anrichten konnte. Nun sitzen keine finsteren ubiquitär lauernden Nazis, sondern die indischen Restaurantbetreiber selbst in U-Haft – wegen versuchten Mordes, schwerer Brandstiftung, Vortäuschens einer Straftat und Versicherungsbetrugs in Untersuchungshaft. Staatsanwältin Johanna Boomgaarden betonte, die Tat sei aus Habgier begangen worden, um sich “als Opfer rechtsextremer Gewalt” darzustellen.
Bekanntes Muster
Das Muster, die sakrosankte Opferrolle einzunehmen, um sich daraus Vorteile zu erschleichen und nach der Devise “Haltet den Dieb” zu profitieren, ist hinlänglich bekannt und funktioniert in einem Land, das von Schuldkomplexen und generationenübergreifender Täter-Neurose schambehaftet alles glaubt, was ihm negativ angelastet wird, prächtig (und die reflexharten Ablass- und Betroffenheitsreaktionen entspringen fast 90 Jahre nach dem Dritten Reich derselben mentalen Störung, die Deutschland auch zum unterwürfigen Zahlesel des Planeten macht). So werden immer wieder vermeintlich rechtsextreme oder fremdenfeindliche Taten gemeldet von angeblichen migrantischen Opfern – dankbar sogleich aufgebauscht, verstärkt und ausgeschlachtet von ihren linksradikalen Fürsprechern und NGOs –, die sich später als erfunden herausstellen. Vor drei Jahren sorgte der Fall des Erkelenzer Grünen-Stadtrats Manoj Subramaniam für Aufsehen, der eine “rechtsextreme Hetzjagd” inszenierte, die es nie gab, inklusive erfundener Morddrohungen und selbstgemalter Hakenkreuze. Im Gegensatz zu Angela Merkel mit ihren erfundenen “Hetzjagden auf Ausländer” in Chemnitz, die es ebenfalls nie gab, führte diese Lügengeschichte wenigstens zum Ende der politischen Laufbahn des singhalesischen “Opfer”-Grünen.
Ein weiteres prominentes Beispiel ist der Fall von Sebnitz im Jahr 2000, wo ein ganzes Dorf bundesweit durch den Dreck gezogen wurde, nachdem behauptet wude, Neonazis hätten ein sechsjähriges Mädchen aus rassistischen Motiven ertränkt. Die Geschichte sorgte weltweit für Empörung, bis sich herausstellte, dass das Mädchen eines natürlichen Todes gestorben war und die Anschuldigungen frei erfunden waren. Ein weiteres Beispiel ist der Fall einer jungen Frau in Berlin 2016, die behauptete, von rechtsextremen Skinheads angegriffen und mit Hakenkreuzen beschmiert worden zu sein. Später gestand sie, die Verletzungen selbst beigebracht und die Geschichte erfunden zu haben, um Aufmerksamkeit zu erregen. Wo ein notorisches kollektives schlechtes Gewissen den eigenen Landleuten partout alles schlechte zutraut und Behörden wie Feuilleton nicht müde werden, den eigenen Landleuten lustvoll strukturellen Rassismus und tief verwurzelten Fremdenhass zu unterstellen, braucht man sich über diese Phänomene nicht zu wundern. Ärgerlich ist dies vor allem für die Opfer realer rassistischer Übergriffe, die dadurch irgendwann in eine Glaubwürdigkeitskrise geraten. Doch zum Glück gibt es diese außerhalb der Wahnvorstellungen von Gegen-Rechts-Paranoikern so gut wie nicht Deutschland. (TPL)























