Grenzt das nicht an Folter? Alice Weidel darf nicht zum Vicky Leandros-Konzert
Zur Zeit läuft es nicht ganz so gut für die AfD-Chefin Alice Weidel. Zuerst stören irgendwelche Alt-Weiber ihr Sommerinterview bei der ARD und nun darf sie nicht mal der singenden „Oma gegen Rechts“, Vicky Leandros, bei ihrem Auftritt bei Fürstin Gloria von Thurn und Taxis in Regensburg lauschen.
Laut Bild soll Frau Leandros interveniert haben: „Alice Weidel ist bei meinem Konzert nicht willkommen.“ Die Unternehmerin hat daraufhin die Einladung zurückgezogen, die Politikerin musste draußen bleiben.
Die Begründung ist wie bei vielen Künstlern natürlich hanebüchen:
Vicky Leandros erklärte dem linksextremen Hetzportal BILD: „Ich stehe für Vielfalt, Toleranz, Menschenwürde, Menschenrechte und Internationalität. Ich bin mit fünf Jahren aus Athen nach Deutschland gekommen und wurde mit offenen Armen aufgenommen. So lebe ich auch. Ich habe Respekt vor jedem Menschen und lasse ihn so leben, wie es ihn glücklich macht.“
Und jetzt wird es ganz wirr: Sie wolle nicht, dass ihr Konzert politisiert wird, schreibt die „Bild“.
Aber was ist das anderes als politisieren, wenn man eine Zuschauerin ob ihrer politischen Gesinnung aus einem Konzert „rauswirft“?
Zu dem Eklat um die Ausladung der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel anlässlich des Vicky–Leandros-Konzerts in Regensburg äußert sich nun auch die Regensburger AfD-Abgeordnete Carina Schießl:
„Wir leben in düsteren Zeiten, wenn die Vorsitzende der größten Oppositionspartei von kulturellen Veranstaltungen ausgeschlossen wird. Während Frau Weidel kurz zuvor beim Sommerinterview im #Staatsfunk niedergebrüllt wurde, darf sie sich nun auch im kulturellen Raum nicht mehr frei bewegen.“ Die Entscheidung der Sängerin Vicky Leandros kritisiert Schießl scharf: „Sie hat nicht nur ihre Gastgeberin blamiert, sie wirkt darüber hinaus wie ein abgehalftertes, längst verglühtes Schlagersternchen, das mit Gratismut ein wenig Aufmerksamkeit generieren möchte.“
Das Ziel, die AfD von der Veranstaltung auszugrenzen, habe Leandros nicht erreicht. Mit Carina Schießl befand sich dennoch eine AfD-Bundestagsabgeordnete im Konzert: „Ich lasse mir nicht vorschreiben, wo ich wann zu sein habe. Heute Abend werde ich meine Fraktionsvorsitzende vertreten. Sollen sie mich abführen“, so Schießl.
Peter Borne ist ziemlich wütend:
„Schlagersängerin Vicky Leandros sorgt für Ausladung von Alice Weidel bei Konzert: Gloria von Thurn und Taxis, die Gastgeberin der Schlossfestspiele, leistete der Order der Sängerin Folge. Müssen Veranstalter künftig Namenslisten an die Künstler übergeben, damit diese unerwünschte Personen markieren können? „Ich stehe für Menschenrechte“ mein Leandros – nein, sie hat mit diesem Move Menschenverachtung bewiesen.“
Es ist schon etwas bizarr: Jetzt bestimmen schon bezahlte Künstler, wer bei ihren Auftritten im Publikum sein darf. Man hätte wohl eher die Leandros wieder ausladen müssen und von Frau Thurn und Taxis hätte man mehr Rückgrat erwartet.
Eine Einordnung gibt es dann noch von Marcel Luthe (Good Governance):
„Artikel 38 Absatz 1 Satz 2, 1. Teilsatz des Grundgesetzes lautet: „Sie (die Abgeordneten) sind Vertreter des ganzen Volkes“. Frau Leandros steht also für Einfalt, denn sie grenzt andere wegen ihrer politischen Überzeugungen aus. Sie steht für Intoleranz, denn sie will nicht einmal die Gegenwart einer gewählten Abgeordneten dulden und missachtet damit deren Wähler. Sie verletzt die Menschenwürde, denn diese meint den sozialen Wert- und Achtungsanspruch jedes Menschen, wenn sie Frau Weidel öffentlich zu demütigen versucht.“
Die hohle Phrase von Menschenrechten – etwa dem Recht auf körperliche Unversehrtheit – ist eine schlicht Tautologie. Der Begriff der Internationalität setzt denklogisch Nationen voraus, deren Verschwinden durch kulturelle Nivellierung Frau Weidels Partei thematisiert. Frau Leandros plappert offenbar viel daher, ohne den Inhalt ihrer Worte zu begreifen und zeigt dabei nur eine Verachtung gegenüber Demokratie, denn eben dieser Wille des Volkes macht Menschen zu Abgeordneten. Wer diese Vertreter diskriminiert, verachtet diesen Volkswillen und handelt antidemokratisch.
Ein typischer Sommerloch-Skandal, oder? Vicky wird mit Sicherheit auch ohne Alice glücklich – und umgekehrt.
Inzwischen gibt es ein Update, dass beweist, dass Frau von Thurn und Taxis durchaus stabil geblieben ist.
Alice Weidel schreibt: