Blauer Jubel (Symbolbild:Grok)
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Geht doch! CDU-Stadtrat im brandenburgischen Velten wechselt zur AfD

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In der Stadtverordnetenversammlung von Velten sorgt ein spektakulärer Wechsel für Aufsehen: Hendrik Köhn, bislang Mitglied der CDU, schloss sich am 3. Juli 2025 der AfD-Fraktion an. Damit verliert die CDU ihren Fraktionsstatus in Velten, während die AfD ihre Position als stärkste Kraft in der Kommunalpolitik weiter ausbaut. Der Wechsel markiert einen weiteren Rückschlag für die CDU in Brandenburg, wo die AfD zunehmend an Einfluss gewinnt. Und da die Union weiter an ihrem Abgrenzungskurs gegen die einzige Realopposition, die zudem auch noch als einzige für bürgerliche politische Restvernunft steht, festhält und statt eines vom Wähler gewollten Kurswechsels lieber ein AfD-Parteiverbot mit auf den Weg bringen will, wird sich dieser Trend – hoffentlich! – fortsetzen.

René Springer, Landesvorsitzender der AfD-Brandenburg, begrüßt den Schritt: „Der Übertritt von Hendrik Köhn zeigt, dass immer mehr Kommunalpolitiker die AfD als einzige Kraft sehen, die klare Worte findet und konsequent für die Bürger handelt. Während die CDU ihren Fraktionsstatus verliert, wächst unsere Durchsetzungskraft – in Velten und darüber hinaus.“ Springer betont, die AfD übernehme Verantwortung in zentralen Ausschüssen wie Haushalt, Sicherheit, Stadtentwicklung und Daseinsvorsorge. „Dies ist erst der Anfang. Die AfD ist die gestaltende Kraft der Zukunft“, so Springer.

Immer wieder Fälle von “Überläufern”

Der Wechsel reiht sich in eine Reihe ähnlicher Fälle ein, in denen Politiker etablierter Parteien zur AfD überlaufen. In Frankenstein (Rheinland-Pfalz) bildeten 2019 eine CDU-Stadträtin und ein AfD-Mitglied, die miteinander verheiratet waren, eine gemeinsame Fraktion, was zum Ausschluss der CDU-Vertreterin führte. In Radebeul (Sachsen) stimmten 2019 CDU-Stadträte für einen AfD-Kandidaten in einem Ausschuss, was Kritik an einer zu geringen Distanz zur AfD auslöste.

Und in Hildburghausen (Thüringen) unterstützten 2022 SPD-Stadträte einen AfD-Antrag zur Abwahl eines Bürgermeisters, was parteiinterne Konflikte und ein Ordnungsverfahren auslöste. Diese Beispiele zeigen, dass die AfD auf kommunaler Ebene zunehmend als Kooperationspartner wahrgenommen wird, was die sogenannte “Brandmauer” gegen die Partei ins Wanken bringt. Die Vorgänge in Velten sind programmatisch und könnten weitere Nachahmer in der CDU finden, wo die Basis immer weniger Geduld mit der Linksunterwerfung von Merz & Co. hat. (TPL)

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