Ein Teil der Markierungen in Mühlheims Fußgängerzone (Foto:ScreenshotX/viaBild/Schneider)
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Wo leben wir hier eigentlich? Messer-Opfer zieht 600 Meter lange Blutspur durch Mühlheim

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Schockstarre in Mülheim: In der Innenstadt der niederrheinischen Großstadt hat sich ein Drama abgespielt, das die Stadt in Atem hält und zugleich beredtes Zeugnis über den gesellschaftlichen Zustand im besten Deutschland aller Zeiten ablegt: Über 300 bunte aufgemalte Kreise markieren dort derzeit Gehwege, Treppen und Plätze; keine skurrile Kunst, sondern eine mehr als 600 Meter lange Blutspur, die von Kriminaltechnikern rekonstruiert wurde. Sie erzählt die Geschichte eines 21-jährigen jungen Mannes, der lebensgefährlich verletzt durch die Straßen floh – auf der Suche nach Hilfe und verfolgt von seinen Angreifern.

Was war geschehen?Am frühen Morgen kam es am Ruhrufer an der Schlossbrücke in Mülheim an der Ruhr zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren jungen Männern. Ein Streit eskalierte schnell zu einer brutalen Messerattacke. Das Opfer wurde schwer verletzt und schleppte sich, stark blutend, durch die Innenstadt.

Die übliche Täterklientel?

Die farbigen Markierungen, die nun die Stadt durchziehen, zeichnen seinen verzweifelten Fluchtweg nach – ein stummes Zeugnis einer für Deutschland so typischen Nacht voller Gewalt. Die Polizei nahm drei Tatverdächtige – alle 20 Jahre alt – fest.  Da keine Täternationalität genannt wurde, handelte es sich folglich mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht um Deutsche, sondern wieder einmal um die übliche Bereicherungsklientel. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um die genauen Hintergründe des Vorfalls zu klären.

Ob es sich um einen Streit unter Jugendlichen handelte, der außer Kontrolle geriet, oder womöglich eine weitere Tat im Umfeld Organisierten Clankriminalität, ist derzeit unbekannt. Die Anwohner sind schockiert. „So etwas erwartet man nicht in Mülheim“, sagt eine Passantin. Die sich hier stellende Frage wäre indes: Wo denn sonst? So etwas kann überall in Deutschland passieren, 10 Jahre nach Merkels Grenzöffnung. (TPL)

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