Zorn der Muslime weil Österreichs Integrationsministerin Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 fordert

In Österreich soll die Flagge des politischen Islam, das muslimische Kopftuch, für Mädchen unter 14 Jahren verboten werden. Österreichs Integrationsministerin äußerte ebenfalls Kritik an dem menschenverachtenden Kopflappen für kleinen Mädchen und hat so den Zorn der Moslems auf sich gezogen. Sie sprechen von Rassismus und fordern eine Entschuldigung.

Österreichs Regierung arbeitet aktuell an einem gesetzlichen Verbot des islamischen Kopftuches für Mädchen unter 14 Jahren, das im Herbst beschlossen werden solle.  Jugend- und Kultusministerin Claudia Plakolm (ÖVP). In einem Instagram-Video sprach die Ministerin davon, das Kopftuch bei Kindern sei ein Ausdruck „extremistischer Tendenzen“.

Dass die Plakolm es wagt, an dem Kampfflagge des politischen Islams, dem Kopftuch Kritik zu übern, damit zog sich nun den Zorn der Moslems auf sich. Eingeübt und aus Erfahrung wissend, wie gut das islamische Gezeter in den islamdevoten westlichen Gesellschaften bislang funktionierte, wird Rassismus beklagt. IGGÖ-Präsident Ümit Vural warf der Ministerin in einer Aussendung vor, das Kopftuch als religiöse Praxis mit Extremismus gleichzusetzen und dadurch junge Musliminnen zu verunsichern.

Zudem fordere man eine Entschuldigung. Die IGGÖ signalisierte Gesprächsbereitschaft und lud die Ministerin zu einem Austausch mit muslimischen Eltern und Pädagogen ein. Sollte Plakolm allerdings bei ihren Aussagen bleiben, sei eine öffentliche Klarstellung „dringend erforderlich“.

Auch der Dachverband der islamischen Föderationen stimmte in das Wehklagen ein und kritisierte  das geplante Verbot scharf. Es handle sich um „populistische Verbotspolitik“, die gesellschaftliche Spaltung befördere und rassistische Narrative normalisiere. Der tatsächliche Missstand sei der „islamfeindliche Rassismus“, dem Österreichs Moslems tagtäglich ausgesetzt seien.

Die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES fordert seit Jahren bereits ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 18 Jahren. In einem offenen Brief machte sie deutlich: Das Kopftuch sei kein bloßes Accessoire, sondern ein Symbol geschlechtsspezifischer Rollenzuweisung und sexualisierender Kontrolle. Kinder sollten frei und gleichberechtigt aufwachsen – ohne gesellschaftliche oder familiäre Erwartungen, die sie auf bestimmte Rollen festlegen.

(SB)