Das wird teuer: Katar möchte wegen irrer Klimaschutzregeln kein LNG mehr an die EU liefern

Katar möchte sich nicht an die irren Klimaschutzregeln der EU halten und droht ein Lieferstopp von Flüssiggas nach Europa. Aber he! Wir boykottieren einfach unseren dritt größten Gaslieferanten und bedanken uns bei Katar für das Erreichen unserer Klimaziele!

Die Europäische Union hat’s mal wieder geschafft: Im heiligen Eifer, den Planeten zu retten – notfalls auch vor seinen eigenen Bewohnern –, hat sie sich ein neues Ei ins grüne Nest gelegt. Katar, seines Zeichens einer der wichtigsten Lieferanten für Flüssigerdgas (LNG), winkt plötzlich ab. Nein, kein Krieg, keine in die Luft gesprengte Pipeline-Explosion. Das, was den EU-Bürgern das Kreuz brechen wird, ist die kranke Klimagelwut des demokratisch nie legitimierten Brüssel.

Die europäischen Vorschriften seien „zu kompliziert“, heißt es aus dem islamischen Emirat, und natürlich geht’s – wie immer – um CO₂-Nachweise, Nachhaltigkeitsformulare und die Frage, ob das Gas auch ja mit ökologisch zertifizierten Segelschiffen geliefert wird. Sinngemäß meldet Katar: „Macht euren Klimakram allein – wir liefern woandershin.“

Diese Ansage erreicht das Wolkenkuckucksheim über ein Schreiben des Energieminister Saad Sherida Al-Kaabi, wie die Welt am Sonntag berichtet, der das Dokument vorliegt. Demnach fordert Katar konkrete Änderungen der in der Lieferkettenrichtlinie der EU festgelegten Klimaschutzvorgaben. Komme die EU-Kommission den Forderungen nicht nach, „wird der Staat Katar und QatarEnergy ernsthaft alternative Märkte außerhalb der EU für unser LNG und andere Produkte in Betracht ziehen müssen, die ein stabileres und unternehmensfreundlicheres Geschäftsumfeld bieten“, heißt es konkret im versendeten Schreiben, das auch der EU-Kommission vorliegt.

Katar sollte eigentlich der große Hoffnungsträger sein – der Ersatzlieferant für russisches Gas, das ab 2028 per EU-Sanktionsfahrplan endgültig in der moralischen Verbannung verschwinden soll. Doch jetzt stellt sich heraus: Auch dieser Plan hat mehr Löcher als ein EU-Klimabericht. Die Union will ab 2028 demonstrativ auf russisches Gas verzichten – ganz im Sinne der wertebasierten Energiepolitik. Blöd nur, dass man damit nicht nur auf den ungeliebten Kreml-Kraftstoff verzichtet, sondern auch gleich auf fast ein Fünftel der eigenen Gasimporte. Denn 2023 kamen laut EU-Kommission noch rund 19 Prozent des importierten Gases aus Russland. Macht der Golfstaat bei seinem Embargo aufgrund der EU-Lieferkettenrichtlinie ernst, wird es ab 2028 knapp – und der Gaspreis wird noch weiter steigen. Fallen Russland und Katar als Versorger weg, könnten nach aktuellen Zahlen also über ein Viertel der Flüssiggaslieferungen nach Europa ausbleiben. Der US-Anteil würde steigen.

AfD-Politiker Maximilian Krah fragt sicher derweilen auf X: „Mal sehen, was der Selbstbehauptungswille den Klimawahn überwindet – und wie die Eliten den absehbaren Schwenk zu überstehen versuchen.“

Andere stellen einmal mehr fest: „Wir wurden und werden von Idioten regiert.“

(SB)