Nachdem es sich jahrelang erfolgreich gegen den Windrad-Wahn wehrte, soll nun auch Bayern mit den Ungetümen verschandelt werden. In Altötting sollen nicht weniger als 27 Windkraftanlagen errichtet werden. Bis Ende letzten Jahres standen nur 1.152 Windräder im Freistaat, weil Ex-Ministerpräsident Horst Seehofer verfügt hatte, dass Windräder einen Abstand zur Wohnbebauung einhalten, der dem Zehnfachen ihrer Höhe entspricht. Damit ist nun Schluss. Die Zerstörung der Landschaft nimmt mit Riesenschritten Fahr auf: im ersten Halbjahr 2025 wurden in Rekordzeit Rotortürme mit 600 Megawatt Leistung genehmigt – mehr als das Fünffache im Vergleich zum Vorjahr. Treibende Kraft dahinter ist ausgerechnet der unsägliche Landeswirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern, der seine ganze charakterliche Erbärmlichkeit erst vor wenigen Monaten unter Beweis gestellt hatte, als er zuerst große Töne spuckte, dass er der Neuverschuldungsorgie der Bundesregierungsorgie im Bundesrat keinesfalls zustimmen würde, nur um fünf Tage später kläglich den Schwanz einzuziehen und dies auch noch damit zu rechtfertigen, dass Ministerpräsident Markus Söder ihn ansonsten aus der Regierung geworfen hätte!
Nun fügt er Bayern weiteren Schaden zu und behauptet, das Land brauche „den Ausbau aller erneuerbaren Energien“. Im Mix mit Photovoltaik, Speichern und grundlastfähiger Wasserkraft würden Windräder die regionale Versorgungssicherheit mit Strom erhöhen. Aiwanger rechtfertigt dies auch damit, dass es „auch ein wesentlicher Faktor für die Zukunft des energieintensiven Chemiedreiecks“ sei. Dabei handelt es sich um einen nahe Altötting gelegenen Verbund von 25 Chemierunternehmen. Dort ist man zwar nicht direkt gegen den Bau der Windparks, stellt aber klar, dass man den dort erzeugten Strom keinesfalls kaufen werde, da er „nicht wettbewerbsfähig“ sei, wie ein Manager unter dem Siegel der Anonymität gegenüber „Welt“ erklärte.
Politische Profilierung
Während man den Strom also nicht loswerden wird, ist der französischen Firma Qair, die das Großprojekt plant, eine Prämie von 11,33 Cent pro Kilowattstunde durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert. Bezahlt wird sie aus dem Bundeshaushalt – und damit natürlich vom Steuerzahler, der damit wieder einmal eine nicht rentable Stromquelle finanzieren darf, damit eine Gestalt wie Aiwanger sich politisch profilieren kann. Allerdings drängt er auch deshalb auf den Bau der Anlagen, weil Bayern durch den wahnwitzigen Atomausstieg und die Abschaltung der Kohlekraftwerke unbedingt Strom braucht. Um den Irrsinn perfekt zu machen, handelt es sich bei Altötting aber auch noch um eine äußerst windschwache Region.
Im Klartext bedeutet dies, dass Unsummen verschwendet werden, um eine gigantische Windkraftanlage zu bauen, die nicht wettbewerbsfähigen Strom erzeugt und davon auch nicht viel, weil die deutsche Politik das Land ohne jede Not und nur aus ideologischer Verbohrtheit seiner wichtigsten Energiequellen beraubt hat! Dieses Desaster mit Ansage unterstreicht erneut, dass Deutschland sich in den Händen völlig unfähiger und verantwortungsloser Hasardeure befindet, die es unaufhaltsam in den völligen Ruin treiben, sei es kulturell, wirtschaftlich, politisch oder sozial. (TPL)























