Auch was seine Position gegenüber Israel angeht, schwenkt Bundeskanzler Friedrich Merz nun endgültig auf den Kurs der linken Parteien ein. Gestern Abend erklärte er, Sanktionen gegen Israel nicht grundsätzlich abzulehnen. „Wir behalten uns solche Schritte vor“, sagte er auf einer Pressekonferenz nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts. Zu solchen Sanktionen könnten die Aufhebung des Assoziierungsabkommens oder ein Ende der Waffenlieferungen gehören. Konkrete Beschlüsse habe man aber noch nicht gefasst, so Merz weiter. Dafür beschloss man aber, sich an einer „Luftbrücke“ zu beteiligen, die Hilfsgüter nach Gaza liefern soll. Als Partner werden Großbritannien, Frankreich und Jordanien mitwirken, dessen König Abullah II. Merz heute in Berlin empfing. Dies sei zwar nur „eine ganz kleine Hilfe“ für die Menschen in Gaza, aber ein Beitrag, den die Regierung leisten wolle „Wir wollen das humanitäre Leiden der Zivilbevölkerung in Gaza schnellstmöglich beenden“, verkündete Merz. Die jüngst von Israel wieder zugelassen Hilfskonvois und Abwürfe von Hilfe aus der Luft seien „ein wichtiger erster Schritt“, dem aber rasch weitere folgen müssten. „Israel muss die katastrophale humanitäre Situation in Gaza sofort, umfassend und nachhaltig verbessern“, forderte Merz.
Mit seinen Ausführungen und seinem Bekenntnis, nicht einmal Sanktionen gegen Israel auszuschließen, was die Union bislang stets getan hatte, lieferte Merz einen weiteren seiner beinahe täglichen politisch-moralischen Offenbarungseide ab und zeigte zudem, dass auch er der Hamas-Propaganda über die angeblich von Israel verursachte Notlage im Gazastreifen auf den Leim geht – so wie die gesamten westlichen Mainstream-Medien und linken Parteien. So ging etwa das Bild einer leidenden Mutter, die ihr stark unterernährtes Kind in den Armen hält, um die ganze Welt, stellte sich aber als von der Hamas sorgfältig manipuliert heraus. Es enthält offensichtliche Anklänge an westliche Marienikonen- und Gemälde und soll mindestens unterbewusst Assoziationen zu Jesus hervorrufen. Bei dem abgebildeten Jungen handelt es sich nicht um ein Hungeropfer, sondern um ein mit schweren genetischen Krankheiten geborenes Kind. Richtiggestellt wurde dies von den Medien, die die Mär vom Judenstaat, der ein ganzes Volk verhungern lässt, weil er angeblich die Lieferung von Hilfsgütern blockiert, wieder einmal begierig verbreitete, natürlich nicht.
Die Alleinschuld der Hamas
Dies ist typisch für die gesamte Berichterstattung über die Vorgänge im Gazastreifen. Die Wahrheit ist, dass die Hamas die alleinige Schuld am dortigen Elend trägt. Sie ist es, die Hilfsgüter abfängt und dann zu Wucherpreisen auf den Märkten verschachert, um ihre Kassen zu füllen. Sie bereichert sich am Elend des eigenen Volkes. „Jeder Bewohner von Gaza weiß genau, wo die Hamas das Mehl speichert, das sie von den Vereinten Nationen stiehlt. Im vergangenen Frühjahr stürmten Mobs wiederholt die Lagerhäuser der Hamas im zentralen und nördlichen Gazastreifen und leerten sie Tonnen von Mehl. Wie hat die Hamas 18 Monate lang Hunderte von Tonnen Mehl in einen Krieg angesammelt, als Gaza selbst keinen Weizen produziert? … Die meisten Hilfen für Gaza stehen direkt unter der Kontrolle der Hamas, wo sie nicht frei verteilt, sondern zur Profitgier an die Öffentlichkeit verkauft wird“, schreibt die israelische Online-Zeitung „Yeshiva World News“. Dasselbe Schicksal wird die Hilfsgüter ereilen, die Merz und Co. nun abwerfen wollen.
„Sind die UN, die New York Times und die Hamas jetzt alle zufrieden? Ich bin sicher, die Hamas ist es. Ihre Lügen und Propaganda haben das Waffenstillstandsabkommen zerstört, die sicheren und funktionierenden GHF-Bemühungen diskreditiert, die Hamas ermutigt und werden zu diesem völligen Chaos führen! Besonders traurig sind die Familien der Geiseln“, kritisierte Mick Huckabee, der US-Botschafter in Israel. Mike Johnson, der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, erklärte, dass Israel seit Kriegsbeginn 94.000 LKW-Ladungen Lebensmittel nach Gaza geliefert habe, genug, um zwei Millionen Menschen zwei Jahre lang zu ernähren. In derselben Zeit habe die Hamas 500.000.000 Dollar durch den Verkauf gestohlener Hilfsgüter gemacht.
Israelischer Camper in Österreich abgewiesen
Das ist die Realität hinter der Not im Gazastreifen. Aber das interessiert Merz nicht, genauso wenig wie die deutschen Geiseln, die die Terrorbande seit fast zwei Jahren in ihrer Gewalt hat, falls sie nicht längst ermordet wurden. Hier hört man keine täglichen Appelle des Kanzlers an die Hamas. Stattdessen überbietet er sich mit Drohungen und guten Ratschlägen für Israel und schürt damit den ohnehin stetig anwachsenden Antisemitismus in Deutschland und anderswo. Die Folgen bekam ein israelisches Paar zu spüren, dass Urlaub in Deutschland, Österreich und Tschechien macht. Nachdem es seinen Pass vorgelegt hatte, wurde ihm der Aufenthalt auf einem österreichischen Campingplatz mit den Worten ‚Für Israelis gibt es keinen Platz, geht bitte‘, verweigert. Der Aufschrei dagegen blieb natürlich aus. Der Campingplatzbetreiber erklärte gegenüber der „Kronen Zeitung“: „Diese Leute sollten sich viel lieber um die vielen Kinder in Gaza kümmern. Ansonsten gibt es nichts zu sagen.“
Man kann sich die Reaktionen, wenn Muslimen der Zugang verwehrt würde, unschwer vorstellen. Der Campingplatz wäre längst am Ende. Beim israelischen Ehemann handelt es sich zudem auch noch um einen Veteranen, der am 7. Oktober 2023 den Kibbuz Nahal Oz gegen den Angriff der Hamas verteidigte. In Europa gilt er nun vielerorts als Unperson, während die Hamas-Mörder als Freiheitskämpfer angesehen werden. Dies ist das Ergebnis des Versagens des politisch-medialen Kartells, das auch in diesem Bereich Lügen verbreitet oder übernimmt und jüdisches Leben in Europa und den USA damit immer mehr gefährdet.























